EU verlängert Einfuhrstopp für Wildvögel
05-07-2006 - Sorge um Vogelgripppe bewegt Mitgliedstaaten zum Handeln
Ausgerechnet die Vogelgrippe bewirkt zeitweilig, was der NABU schon lange fordert: Die Europäische Union verlängert den Einfuhrstopp für Wildvögel. Wegen der drohenden Gefahr der Einschleppung des H5N1-Virus gilt das Verbot nun bis zum 31. Dezember diesen Jahres, wie die EU-Kommission nach einem Expertentreffen der 25 Mitgliedstaaten am Dienstag in Brüssel mitteilte.
Ursprünglich hat die EU den Importstopp im Oktober 2005 erlassen, als sich die Vogelgrippe-Fälle häuften. Der Erlass verbietet die Einfuhr von Vögeln aus Drittländern mit Ausnahme von für Zoos bestimmten Tieren. Ebenso dürfen einzelne Haustiere ihre Besitzer unter strikten Quarantänemaßnahmen begleiten.
Auch wenn die Verlängerung des Einfuhrstopps Millionen von Vögeln vor einem Leben hinter Gittern bewahren wird, kann diese nur ein Anfang sein. Der NABU und sein Dachverband BirdLife International fordern weiterhin ein dauerhaftes Verbot des Wildvogelhandels, um das drohende Aussterben vieler seltener Arten wie dem Graupapagei zu verhindern.
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