Bekassine

Ihr Gefieder ist am Rücken dunkelbraun gemustert mit zwei bis vier hellen Längsstreifen. Auf dem Kopf befindet sich ein heller Mittelstrich, der von dunkelbraunen Längsstreifen gesäumt ist. Der Hals und die Vorderbrust sind gestrichelt, der Bauch ist weiß. Die Flügel sind von oben dunkel mit einen hellen Saum. Sie besitzt einen langen Schnabel und relativ kurze Beine. 

 

Lateinischer Name
Gallinago gallinago

Größe
ca. 28 cm, etwa so groß wie eine Amsel.

Gewicht

Habitat
Die Bekassine ist in fast ganz Europa verbreitet. Sie lebt in offenen, feuchten Wiesen und Mooren, auf Waldlichtungen und auch an Meeresküsten. Dieser Kurz- und Mittelstreckenzieher überwintert in Südeuropa und Afrika, teilweise auch in Westeuropa.

Nest
Die Bekassine nistet am Boden in einer selbst gefertigten Mulde, die sie mit einigen trockenen Halmen auslegt.

Brutzeit
Brutzeit: April bis Juli, 1 Gelege. Das Nest besteht aus 4 Eiern und die Brutdauer beträgt ca. 20 Tage. Schon bald nach dem Schlüpfen verlassen die Jungen das Nest und werden von beiden Eltern geführt und noch einige Zeit mit Nahrung versorgt.

Nahrung
Ihre Nahrung besteht aus Schnecken, Würmern und anderen wirbellosen Tieren. Auf der Suche nach Nahrung stochert sie mit ihrem langen Schnabel im weichen Boden bzw. in der Schlammschicht von Moorlandschaften und Feuchtwiesen.

Klang
Der Gesang besteht aus langen, regelmäßigen Rufreihen aus einem einsilbigen „tick“ oder einem zweisilbigen „tick-er“. Bei einer Störung fliegen sie im Zick-Zack-Flug auf und rufen heiser „rätsch. Besonders typisch für die Bekassine sind die Lautäußerungen bei der Balz: Während kunstvoller Sturzflüge geraten die äußeren Schwanzfedern in Schwingung, die ein Geräusch erzeugen, das wie ein Meckern klingt.

Charakteristische Merkmale

  • Beim Balzflug (Stürzflug) entsteht ein Fluggeräusch, das als so genanntes „Meckern“ oder ""Wummern"" bezeichnet wird.
  • Sie ist in der Lage, Jungtiere fliegend zu transportieren.
  • Sehr gefährdete Vogelart, vor allem weil sich ihre Lebensräume immer weiter zurückentwickeln, verursacht durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung von feuchten Wiesen, z.B. durch Maisanbau und Torfabbau. NABU und LBV haben diesen vom Aussterben bedrohten Schnepfenvogel zum "Vogel des Jahres 2013" gekürt.