Gimpel

Gimpel

Dieser ursprüngliche Waldvogel ist auch unter den Namen 'Dompfaff' bekannt. Diesen Namen erhielt er wegen seines schwarz-roten Gefieders, das an einem Domgeistlichen erinnert. Es ist ein sehr farbenfroher und auch gelehriger Vogel, der im 19. Jahrhundert häufig gefangen wurde. Als wertvoller Käfigvogel gehalten, wurde ihm beigebracht, bestimmte Lieder zu pfeifen.

Der Gimpel ist ein kompakter Vogel. Er besitzt einen kräftigen schwarzen Schnabel, eine schwarze Kopfkappe und graue Flügeldecken, im Flug fällt der weisse Bürzel (= hintere obere Rückenpartie) auf. Das Männchen hat eine leuchtend rote Unterseite, das Weibchen ist blasser gefärbt. Die Jungvögel haben einen grau-braunen Kopf ohne der dunklen Kopfkappe.


Lateinischer Name

Pyrrhula pyrrhula

Größe

ca. 15 cm groß, Flügelspannweite: 22 bis 26 cm

Habitat

Der Gimpel ist ein weitverbreiteter Fink, der in Mittel- und Nordeuropa und in Asien vorkommt. Er brütet in Wäldern, Parkanlagen, auf Friedhöfen und in Obstbaumgärten. Besonders im Winter hält er sich auch gerne an Vogelfutterplätzen in Gärten auf. Er ist ganzjährig bei uns zuhause.

Nest

Das Nest befindet sich gut versteckt in Nadelhölzern, manchmal auch in Hecken und Sträuchern.

Brutzeit

Brutzeit: April-August, 2 Gelege. Das Nest besteht aus 4 bis 6 Eiern. Nach etwa 14 Tagen schlüpfen die Jungen, die noch weitere zwei Wochen von beiden Vogeleltern gefüttert werden bis sie flügge sind und das Nest verlassen.

Nahrung

Der Gimpel frisst Knospen, Sämereien, Pflanzengrün, Beeren und Insekten.

Klang

Der Gimpel ruft kurz, wehmütig flötend 'dschü' oder 'dü'. Beim Auffliegen hört man kurze Töne wie 'büt-büt-büt'. Sein leiser Gesang besteht aus schwachen, zögernden Flötentönen in Abwechslung mit knirschenden, krächzenden Tönen.

Charakteristische Merkmale

  •     Sehr auffällig ist die leuchtend rote Unterseite beim Männchen.
  •     Der Gimpel hat eine Vorliebe für die frischen Knospen von Obst- und Laubbäumen.
  •     Ein Gimpelpärchen bleibt oftmals ein Leben lang zusammen.