Neuntöter

Neuntöter

Das Männchen hat einen grauen Kopf und einen rotbraunen Rücken. Seine Unterseite ist weißlich bis rosa. Auffällig ist sein schwarzer Augenstreif, der vom Schnabelgrund bis hinter das Auge reicht. Das Weibchen dagegen besitzt einen kurzen braunen Augenstreif und ist bräunlich mit hellem Bauch und dunkler Schuppenzeichnung. Neuntöter tragen einen langen Schwanz. Ihr kräftiger Schnabel ist am Ende leicht nach unten gebogen und spitz.

 

Lateinischer Name
Lanius collurio

Habitat
Von Mai bis September lebt der Neuntöter in Europa. Er bewohnt buschreiche Waldränder, offene bis halboffene Kulturlandschaften mit Gebüschen, Hecken oder kleinen Feldgehölzen sowie insektenreiche Heideflächen und Magerrasen.

Nest
Das Nest wird gerne in einem dichten Dornenstrauch in 1-2 m Höhe gebaut. Das napfförmige Nest, aus Halmen und Moos gebaut, wird von innen mit Haaren und Federn ausgepolstert.

Brutzeit
Neuntöter brüten einmal im Jahr in der Zeit zwischen Mai und Juli. Das Gelege besteht aus 4 bis 6 Eiern und die Brutdauer beträgt 14 – 16 Tage. Die geschlüpften Jungtiere bleiben etwa 16 Tage im Nest. Nach dem Ausfliegen werden sie noch weitere 2 bis 3 Wochen von ihren Eltern beigefüttert.

Nahrung
Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus großen Insekten (Käfern, Hummeln, Heuschrecken), manchmal werden auch kleine Wirbeltiere, wie Jungvögel oder Mäuse, sowie kleine Frösche und Eidechsen erbeutet.

Klang
Sein Gesang ist ein leises ""wäd-wäd-wäd"". Bei Gefahr ruft er laut und hart "tschek-tschek-tschek". Der Neuntöter imitiert den Gesang anderer Vögel, indem er einzelne Gesangsteile in seinen eigenen Gesang einbaut.

Charakteristische Merkmale

  • Das Männchen ist an seiner „Zorro-Augenmaske“ gut zu erkennen.
  • Neuntöter spießen ihre Beute auf Stacheln oder Dornen, um so einen Vorrat anzulegen.
  • In vielen Gebieten ist der Neuntöter einer der häufigsten Kuckuckswirte (d.h. der Kuckuck schiebt dem Neuntöter bevorzugt seine Eier unter).