Perfektes Beifutter für die junge Vogelfamilie: Mehlwürmer und andere Futtertiere

Ein Bericht von Prof. Dr. Martin Kraft

Solitärbienen – die fleißigen und unentbehrlichen  Helfer im Garten

Die ganzjährige Vogelfütterung, vor allem innerhalb der Brutperiode, wird nach wie vor in einigen Medienberichten als „unsinnig“ oder „überflüssig“ bezeichnet. Zudem wird regelmäßig behauptet, dass im Sommer verabreichtes Zusatzfutter den Jungvögeln schaden würde, weil sie es nicht verdauen könnten. Wenn jemand wie ich jahrzehntelang über die Auswirkungen von ganzjährig verabreichtem Zusatzfutter auf frei lebende Vögel geforscht hat, kann ich explizit konstatieren, dass solche Behauptungen jedweder wissenschaftlichen Basis entbehren. Es gibt keine wissenschaftliche Langzeitstudie, die ganz klar beweist, dass Vogelfüttern in der Brutperiode nachhaltige Schäden für die Jungvögel nach sich zieht.

Uns allen muss doch aufgefallen sein, dass vor allem in der offenen Kulturlandschaft, aber auch leider in öffentlichen Parkanlagen, auf Friedhöfen und in den meisten privaten Gärten, kaum noch einheimische, im Herbst viele Beeren tragende Gehölze oder Blumenwiesen geduldet werden. Leider haben viele Gartenbesitzer  eine regelrechte „Rasenmanie“ entwickelt, indem sie ständig alles abmähen, was auch nur ansatzweise blühen will. Leider wird aber auch an Straßen- und Wegrändern sowie an allen möglichen öffentlichen und privaten Plätzen  aufkommendes „Unkraut“ mit Hilfe von Salz oder auch dem gefährlichen „Roundup“ (Glyphosat) eliminiert. Der Einsatz dieses gefährlichen Pestizids sowie weiterer Gifte führt zu einer zunehmenden Artenverarmung in der offenen Kulturlandschaft. Hinzu kommt, dass im Zuge der sog. „Energiewende“ zunehmend Raps- und Maisfelder angelegt werden, um Bio-Energie zu gewinnen, während unsere Wälder und andere Biotope durch wie Pilze aus dem Boden schießende Windräder zu Industrielandschaften verkommen.

Unsere Vögel brauchen aber zur Brutzeit sichere Lebensräume und besonders viel Energie, um ihre Jungen erfolgreich aufziehen zu können. Es ist daher unsere Pflicht, dass wir uns in weiten Bereichen wieder für mehr Natur in Gärten, in Parkanlagen, auf Friedhöfen sowie in Wald und Feld einsetzen, bestehende Lebensräume schützen und neue Biotope schaffen. Diese Prozesse sind aber langwierig und führen leider nur allmählich zum Erfolg, weshalb es aus naturschützerischer Sicht eminent wichtig ist, Vögel vor allem in verarmten Biotopen mit wertvollem Zusatzfutter zu versorgen. Dabei ist es sinnvoll, nicht nur im eigenen Garten, sondern auch an ausgewählten Stellen außerhalb der Ortschaften Futterstellen einzurichten. Diese sollte man aber immer sauber und trocken halten, damit sich keine Krankheitskeime in Futterresten finden oder Kot das Futter verunreinigen kann. Eine große Bedeutung kommt der Auswahl des richtigen Futters zu, denn zur Brutzeit ist eiweißreiches Futter eine perfekte Zusatznahrung, um die Jungen schnell und vital  aufziehen zu können. Die Futtermischungen von VIVARA sind sehr nahrhaft und gesund, wobei zur Balz- und Brutzeit folgendes Zusatzfutter wichtig ist: Energiekuchen mit Beeren und Insekten sowie Muschelkalk als wichtigem Mineralstoff in der Balzphase vor der ersten Eiablage und außerdem lebende oder gefriergetrocknete Mehlwürmer, die während der Jungen­aufzucht die nötigen Proteine liefern, die diese unbedingt brauchen. Dieses perfekte Beifutter lässt sich aber auch gut mit dem Erdnuss- Insektenblock und mit Insekten-Energiekuchen kombinieren. Diese Mischungen sind für alle Singvogelarten gleichermaßen wichtig.

An Futterplätzen kann man zur Brutzeit immer wieder Vogelfamilien beobachten, bei denen die Jungvögel ausgiebig mit dem perfekten Beifutter von ihren Eltern versorgt werden. Solche Ereignisse lassen uns viel über Aussehen und Verhalten der Vögel erfahren. Wenn wir dann noch gelernt haben, unsere Gärten mit einheimischen Beerensträuchern und Obstbäumen zu bepflanzen, den Rasen an einigen Stellen auch mal bis zur Samenbildung der Blumen und Gräser wachsen zu lassen, einen kleinen Gartenteich anzulegen sowie Vogeltränken anzubieten, haben wir rundum einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz und zur biologischen Vielfalt geleistet. Die Vögel indes danken es uns mit ihrem wunderschönen Gesangeskonzert jeden Morgen im Frühling!

Prof. Dr. Martin Kraft


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