Webcam-Blog: Steinkauz

Es wird ruhiger 04/07/2017

Die Küken sind offiziell ausgeflogen und es wird bei dieser Kamera weniger Aktivität zu verzeichnen sein - es kann aber sein, dass sich Eltern oder Jungvögel noch das ein oder andere Mal vor der Kamera zeigen. Im Laufe des Julis werden die Kameras abgeschaltet.

Nachkontrollen 23/06/2017

Jetzt, wo viele Küken ausfliegen oder ausgeflogen sind, ist es für die Steinkauzgruppen wichtig, sich ein Bild der Bruterfolgs zu machen. Hierzu werden Nachkontrollen der Nistkästen organisiert. Vergangenen Samstag fanden solche Nachkontrollen statt - diese zeigten nochmals die Wichtigkeit auf, denn in einigen Kästen wurden tote Küken gefunden.

Selektive Ergebnisse

Ein Nistkasten im niederländischen Heelweg war komplett leer - die fünf Jungen schienen alle erfolgreich ausgeflogen zu sein. Sie waren auch in dem passenden Alter und ein gutes Gewicht. Die Freude hierüber hielt jedoch nur kurz an, denn dann wurde festgestellt, dass sich kein Kot auf dem Ast unter dem Nistkasten befand - dies ist seltsam, da sich die Küken ein bis zwei Wochen vor ausfliegen oft auf nahe gelegenen Ästen aufhalten, wo sie auch gefüttert werden. Dies macht sich dann durch Kotspuren bemerkbar. Bei erneuter Inspektion des Kastens konnte keine aktuellen 'Wohnspuren' gefunden werden. Kurz: Es kann nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die Küken wirklich ausgeflogen sind. Dasselbe gilt für die Aussage, dass das Gelege missglückt ist. Schwierig, Status 'unbekannt'.

Todesursache unbekannt

In de Heurne im niederländischen Aalten wurden bei der Kontrolle drei Küken im Alter von 35 Tagen erwartet. Stattdessen wurden in dem Kasten zwei tote Küken gefunden. An den Flügelabmessunge nwar erkennbar, dass diese zehn Tagen nachdem Beringen (im Alter von 24 Tagen), gestorben waren. Küken Nummer 3, so die erste Schlussfolgerung, war ausgeflogen. So wurde das Nest trotz Todesfällen noch als erfolgreich angesehen. Aber auch dieser Vorfall ist seltsam, weshalb weiter geschaut wurde. Bei einer Runde um den Baum, in dem sich der Kasten befand, wurde auch Küken Nummer 3 gefunden - es war ungefähr im selben Alter umgekommen als die beiden Geschwister. Die Frage ist: Warum? Man kann nicht einfach erraten, was die Todesursache ist - und auch das Nachfragen bei den Bewohnern des Gebietes ergab keine neuen Kenntnisse. Fressfeinde lag Der Tod durch Fressfeinde schien wenig wahrscheinlich; vieleicht waren die Eltern umgekommen und die Küken konnten nicht mehr versorgt werden? Es lässt sich wirklich nicht sagen.
In Barlo wurden neben drei kerngesunden Küken auch zwei Leichen aufgefunden. Beziehungsweise eine deutlich erkennbare Leiche und ein Rest. Bei der vorherigen Kontrolle schienen beide Küken etwas zu leicht zu sein - scheinbar hatten sie es trotz Hoffnung nicht geschafft.

Darum sind Nachkontrollen wichtig

Die drei Nachkontrollen hatten ergeben, dass die Nester nicht so erfolgreich waren, wie man angenommen hätte. Ohne Kontrolle wäre man von drei Nestern mit insgesamt dreizehn Küken ausgegangen - in der Realität war es ein vorläufig erfolgreiches Nest mit drei Küken. Hier handelt es ich jedoch eher um Ausnahmen, denn die meisten Nester sind erfolgreich - wie das Webcam-Nest in Dongen es auch ist . Aber es sind die Ausnahmen, die Aufschluss auf schlechte Territoriumsumstäande o.ä. geben.

 

Fähigkeiten 07/06/2017

Tiere folgen ihrem Instinkt – so wird es meist gesagt. Jedoch gilt auch für viel angeborenes Verhalten, dass dieses geübt werden muss, um es richtig ausführen zu können und zur Fähigkeit zu machen. Das artenspezifische Verhaltensmuster, oder Instinkt, ist Teil des “Basispakets” einer Tierart. Jedoch bedeutet dies nicht, dass damit alles geregelt und vorprogrammiert ist. Auch für Tiere gilt, dass das Leben ein Lernprozess ist, welcher das Üben der Fähigkeiten beinhaltet. Bei den Steinkäuzen können wir dies gut sehen.

Winterswijk
In Winterswijk sehen wir einen überwiegend leeren Nistkasten, in dem ab und zu etwas passiert. Aus den wenigen Aufnahmen und Lauten der Steinkäuze können wir uns zusammensetzen, dass das Männchen sich noch stets als Frauenverführer versucht und das neue Weibchen davon überzeugen will, dass es der richtige Partner ist. Eine starke Dosis Instinkt, angereichert mit Erfahrungswerten. In der Rolle des Vaters und Manns ist das Steinkauzmännchen durchaus erfahren. Jedoch hat das neue Weibchen nicht viel Erfahrung, auf die es zurückgreifen kann und muss sich demnach noch überzeugen lassen. Normal gesprochen können sie ihre Beziehung langsam aufbauen, aber hierzu ist jetzt, im Juni, eher wenig Zeit. Es wird Tag für Tag spannender, ob es noch ein Gelege gibt oder nicht.

Dongen
In Dongen ist das quirlige Dreigespann noch lange nicht mit Beziehungsfindung beschäftigt. Dort wird noch eifrig daran geübt, was man alles für das erwachsene Steinkauzleben wissen und können muss. Dazu gehört das Fixieren (das Bewegen des Kopfes, um die Position der Beute zu erfassen), Klettern, Flugbewegungen und und und. Dies sind alles Fähigkeiten, die sie ausserhalb des sicheren Nistkastens üben müssen. Im Moment ist der Nistkasten noch in Gebrauch, denn er ist der Ort, an dem sie sich tagsüber ausruhen und Schutz finden können. Und er ist natürlich noch der zentrale Ort für Futterübergaben durch die Eltern. Demnächst kommt die Zeit, in der die Küken immer mehr Ausflüge unternehmen und sich immer weiter vom Nistkasten entfernen. Sie erkunden dann das Territorium der Eltern und lernen langsam, wie sie selbst auf die Jagd gehen können und müssen.

 

 So gut wie ausgeflogen 06/06/2017

Die drei Küken in Dongen sind so gut wie ausgeflogen. Zwischenzeitlich verlassen alle drei den Nistkasten und das Bild der Kamera, kehren dann später kletternd zum Kasten zurück, lassen sich draussen füttern...und und und. Man sieht, wie agil sie bereits sind und wie gut sie wieder zurück zum Nistkasten klettern können, sollten sie Schutz suchen. Die Eltern füttern sie "wahrenddessen weiter - dort, wo das jeweilige Küken sich befindet (auf dem Ast, im Kasten, auf dem Kastendach, ausserhalb des Bildes). Lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis wir uns von ihnen verabschieden müssen.

 

Zwischenzeitlich in Dongen 31/05/2017

Bei all dem Tumult in Winterswijk sind die drei Küken in Dongen etwas in den Hintergrund geraten. Dabei haben sie sich so prächtig entwickelt! Mittlerweile sind sie älter als dreissig Tage, trainieren fleissig das Fixieren und haben sich auch schon das ein oder andere Mal auf den „Balkon“ des Nistkastens getraut (im Kasteninneren wird es auch langsam eng; dieser ist etwas kleiner als in Winterswijk). Es wird nicht mehr lange dauern, bis sie den Nistkasten verlassen, um als Ästlinge die Welt draussen zu erleben. Man konnte eines der Küken schon dabei beobachten, wie es auf das Nistkastendach hüpfte - die letzte Phase vor dem Ausfliegen. Die andere Küken werden dies bestimmt bald nachmachen.

Vorbildlich 
Damit lief bisher alles vorbildlich: Erstes Ei am 1. April, zweites Ei am 3. April, drittes Ei am 5. April, Brubeginn am 6. April, drei Küken am 2. Mai. Das Ausfliegen in der ersten Juniwoche würde das Bild komplett machen.

Was gab es zu fressen?
Bis zum 27.Mai haben die Küken 728 Mahlzeiten erhalten. Die Maikäfer führen mit 200 Stück die Rangliste an, auffallend ist jedoch die relativ hohe Anzahl Waldmäuse (67). Zusammen mit den Wühlmäusen, 8 unbekannten Mäusen der Ratte und den drei Spitzmäusen sind wir bei 102 Stück. Nicht schlecht! Im Durchschnitt wäre das eine “gute” Maus pro Tag pro Küken (1,36 Mäuse pro Tag). Es war also nicht ganz so dringlich, viele anfüllende Beutetiere zu füttern – Larven, Raupen, Regenwürmer und andere kleine Mahlzeiten waren eher Lückenfüller als Hauptmahlzeit. Kein Wunder, dass die Küken so prächtig gross geworden sind!

Zweites Gelege in Winterswijk? 31/05/2017

Die Frage, die viele jetzt beschäftigt, ist: Wird es in Winterswijk ein zweites Gelege geben, jetzt wo sich ein neues Paar gebildet hat? Das Männchen scheint dies auf jeden Fall vorzuhaben, aber ob das Weibchen hier mitspielt? 
Es ist nicht der optimale Moment. Anders, als zum Beispiel Schleiereulen, sind Steinkäuze darauf ausgerichtet, ein Gelege pro Saison aufzuziehen. Dies hängt mit der Verfügbarkeit geeigneter Nahrung zusammen. Schleiereulen setzen fast vollständig auf Mäuse und können deshalb auch später noch brüten – manche Schleiereulenpaar produzieren sogar drei Gelege. Steinkäuze sind anders aufgestellt und benötigen auch andere Beutetiere, wie Larven, Raupen, Regenwürmer, Maikäfer oder sogar kleine Vögel. Alles Beutetiere, die im Mai und Juni eher zu finden sind als in den Sommermonaten. Deshalb ist das Aufziehen von Jungen zu einem späteren Zeitpunkt riskant. 
Können die Steinkäuze sich nicht auf Mäuse konzentrieren? Ein grosser Unterscheid zu den Schleiereulen liegt darin, dass Schleiereulen viel weiter ausfliegen, um Mäuse zu fangen. Sie legen mühelos mehrere Kilometer zurück, um ein gutes Mäuseterritorium aufzuspüren. Durch ihren Körperbau und grosse Flügeloberfläche kostet das Fliegen weniger Mühe; Steinkäuze jedoch haben kürzere Flügel und haben eine plumpere Körperform – sie fliegen nicht soweit aus. Steinkäuze sind eher darauf ausgerichtet, ihre Nahrung in der Nähe des Nestes zu suchen, laufend zu jagen oder die Beute von einem Aussichtsposten aus zu fangen. Dies funktioniert nicht, wenn sie nur Mäuse fressen würden, denn auf der verhältnismässig kleinen Oberfläche wären diese nicht ausreichend vorhanden.
Ersatzgelege
Steinkäuze müssen also vor allem im Mai und Juni brüten, um unnötige Komplikationen zu vermeiden. Ein zweites Gelege ist somit in den meisten Fällen nicht möglich. Was dennoch ab und zu vorkommt, ist ein Ersatzgelege, wenn das erste Gelege missglückt ist. Dies ist nun in Winterswijk der Fall. Aber auch in diesem Fall ist es nicht ganz einfach, Jungen aufzuziehen. Beobachtungen der Freiwilligengruppen in der Region haben ergeben, dass man die Ersatzgelege im Laufe der Jahre an zwei bis drei Händen abzählen kann. Oft sind diese nicht erfolgreich, denn es kommt oftmals vor, dass das Weibchen zwischendurch mit dem ausbrüten aufhört (die Freiwilligen fanden dann bei den Kontrollgängen kalte Eier im Kasten).
Aber: Neue Runde, neue Chancen. Diesmal mit einem ganz neuen Weibchen an der Seite. Was hoffnungsvoll stimmt, ist, dass sich die Steinkäuze in Winterswijk dieses Jahr nicht so wirklich „an die Regeln“ hielten.

 

 

 

Männchen in Winterswijk findet neue Partnerin 29/05/2017

Nach den dramtischen Ereignissen der letzten Woche war unklar, was nun in Winterswijk passieren würde. Es wurde angenommen, dass die Brutsaison in dem Kasten abgeschlossen war. Jedoch liess das Männchen scheinbar kaum Gras über die Sache wachsen, denn kurz danach sahen wir bereits ein neues Date im Nistkasten! Das Männchen hat das Weibchen erfolgreich in den Nistkasten gelockt – ganz von alleine ging es nicht. Somit besteht auch eine Chance auf ein weiteres Gelege.

Das neue Weibchen:

Wie geht das so schnell?
Durch Beobachtungen in der Gegend ist bekannt, dass Winterswijk ein für Steinkäuze gutes Gebiet ist. Die Region bietet mehreren hundert Steinkäuzen Unterschlupf und Nahrung. Es gelingt nicht allen Steinkäuzen, sich direkt im Jahr nach ihrer Geburt ein Territorium anzueignen. Vor allem die Nistplätze sind hier ein einschränkender Faktor.Die jüngeren Vögel müssen dann schauen, ob irgendwo etwas frei wird, zum Beispiel wenn ein Territoriumsbesitzer umkommt. Ein Teil der Jungvögel sucht woanders weiter, ein Teil bleibt dicht beim Gebiet – sie bilden eine Art „Reservepopulation“.
Das „neue“ Weibchen hat aufgrund der Rufe des Männchens in Winterswijk sicherlich begriffen, dass ein Platz für es freigeworden ist. Männchen, die ein Nest Küken zu versorgen haben, rufen nämlich nicht auf diese Art und Weise. Es ist also eine Frage der richtigen Kommunikation gewesen, auch nachdem das Weibchen den Kasten zum ersten Mal betreten hat. Sehr wahrscheinlich ist es also ein junges Weibchen, dass letztes Jahr in der Gegend geboren wurde. Glücklicherweise trägt es einen Ring, sodass zu einem späteren Zeitpunkt, bei einem Kontrollgang, mehr Informationen gesammelt werden können.
Es kommt nicht häufig vor, das es nach einem missglückten Gelege noch ein neues Gelege gibt. Aber es gibt Ausnahmen! So gibt es einen alten Fall, in dem das Männchen umkam und das Weibchen als Konsequenz das Ausbrüten beendete und Nest verliess. Es erschien ein neues Männchen im Bilde und ein neues Gelege wurde begonnen. Alle Jungen des zweiten Geleges sind erfolgreich ausgeflogen.

 

Winterswijk, die Würfel sind (leider) gefallen … 24/05/2017

Leider war es sehr wahrscheinlich, dass die drei Küken in Winterswijk es nicht schaffen – und genau das ist heute morgen leider eingetroffen. Auch wenn das hingebungsvolle Verhalten des Männchen noch Hoffnung gab, waren die Küken nicht mehr in der Lage, das Futter aufzunehmen. Das Leben kann auch für Steinkäuze hart sein.

Es war ein trauriger Anblick, wie die Küken immer schwächer wurden; sie bewegten sich langsamer und nahmen keine Nahrung mehr an. Als das Männchen begann, die Küken in die Ecke zu siehen, war es gewiss, dass es keine Hoffnung mehr hatte. Die Küken werden dann eher als Beute angesehen, als als überlebensfähige Küken. Dies war auch bei dem bereits eher verstorbenen vierten Küken der Fall gewesen.Das Versorgungsverhalten, warm halten und füttern, wurde beim Männchen so nicht mehr stimuliert.

In diesem Falle hatte das Männchen das Pech, dass die Küken noch so klein waren, zum Beispiel noch ohne schützendes Federkleid. Es gibt bei Steinkäuzen nämlich tatsächlich Fälle von Alleinerziehenden, jedoch waren die Küken in diesen Fällen bereits älter und kräftiger, als eines der Elternteile aus dem Bild verschwand. Sie konnten sich dann bereits selbst warm halten und eigenständig Nahrung vertilgen. Das erspart dem verbliebenen Elternteil einiges an Arbeit.

Es ist verständlich, dass diese Geschehnisse als traurig und erschreckend erfahren werden – keiner schaut sich so etwas gerne an. Man muss sich jedoch realisieren, dass man hier die „echte“ Natur betrachtet – mit ihren guten und schlechten Seiten. Die im Mittelpunkt stehende Idee von „Beleef de Lente“ ist, die Brutzeit, so wie sie ist, zu verfolgen und zu beobachten. Deshalb greift die niederländische Projektleitung in solchen Fällen nicht ein.

Wichtig zu wissen ist, dass Vorfälle wie dieser keine Einzelerscheinung sind. Zwischen 25-30% aller Steinkauzgelege misslingen. Oftmals ist die Ursache nicht bekannt, oftmals liegen hier Fressfeinde (Marder etc.) oder das Verschwinden einer der Partner zugrunde. Es liess sich auch beobachten, wie die Konstruktion des Nistkastens den Marder abhielt, bis ins Innere vorzudringen – die Nistkästen sind mit einem Zwischentunnel und Biegungen versehen, die es Fressfeinden schwierig macht, an die Familie im Inneren zu gelangen. Es ist kein wirklicher Trost, aber wichtig, um es im Hinterkopf zu behalten.

Das Männchen wird nun vermutlich auf ein neues Weibchen warten – es kann sein, dass es in der Gegend noch eine Junggesellin gibt. Auch wenn sich schnell wieder ein neues Paar bildet, wird kein zweites Gelege mehr erwartet – in Winterswijk muss bis zur nächsten Brutsaison gewartet werden.

Die Berichterstattung wird sich jetzt wieder auf die drei Küken in Dongen konzentrieren, welche prächtig gewachsen sind und nicht mehr allzu lange im Nistkasten verleiben werden.

 

Marderangriff- 22/05/2017

Diese Nacht war ein Marder zu Besuch. Um 3:08 Uhr schrock das Weibchen von etwas,das es draussen hörte, hoch. Schnell verliess es den Nistkasten, um die Lage zu sichten. Kurz danach sah man den Marder zum ersten Mal. Er versuchte, in den Nistkasten zu gelangen, aber es ist ihm zum Glück nicht gelungen. Ein Teil der Steinkauz-Eltern haben ihn mit Luftangriffen versucht zu vertreiben. Um 03:15 Uhr wurde der Marder zum letzten Mal gesehen.

Männchen übernimmt Aufgaben 
Um 03:36 Uhr sah man zuerst wieder einen Steinkauz auf dem Ast – es war nicht deutlich, ob es Männchen oder Weibchen war. Vermutlich war es das Weibchen. Es beobachtete den Kasten auf etwas Abstand, ging jedoch nicht ins Innere. Um 04:27 Uhr erscheint das Männchen mit einer Raupe im Nistkasten. Es versucht, die Küken zu füttern, aber sie reagieren auf das Männchen nicht auf dieselbe Weise, wie auf das Weibchen. Das Männchen versucht daraufhin, die Küken warm zu halten und zu füttern. Kehrt das Weibchen nicht zurück, sind die Küken chancenlos.

Abwarten
Auf Anblicke wie die Marderattacke kann man gerne verzichten, aber das ist der Lauf der Natur. Der Nistkasten machte einen sicheren Eindruck, aber man kann nicht verhindern, dass der Marder den Baum besucht. Es ist auffallend, dass das Weibchen noch nicht zurückgekehrt ist. Das kann bedeuten, dass es ausserhalb des Aufnahmegebietes vom Marder erwischt wurde oder dass es sich zur Zeit nicht traut, den Kasten zu besuchen. Ist Letzteres der Fall, sollte es zumindest ab und zu sicht- oder hörbar sein. Man weiss es nicht. Es ist jedoch möglich, dass das Weibchen zurückkehrt und alles normal wieder seinen Gang geht.

Kontrollupdate
Der Grundstückbesitzer, auf dessen Land sich der Nistkasten befindet, hat einen Kontrollgang gemacht. In der direkten Umgebung des Nestes wurden keine Federn oder andere Spuren gefunden.

 

Leider eine traurige Nachricht - 19/05/2017


Eines der Küken in Winterswijk hat es leider nicht geschafft.

Im Laufe des 18. Mai wurde deutlich, dass eines der Küken leblos im Kasten lag. Es wurde vom Weibchen ausserhalb der Nistkuhle abgelegt, bei den gelagerten Beutetieren. Für einige Zuschauer ist so etwas hart zu sehen, aber so geht es bei den Steinkäuzen (und vielen anderen Vogelarten) zu, wenn ein Küken umkommt: Es wird nicht gross getrauert und das Leben geht weiter. Immerhin sind noch drei weitere Küken zu versorgen,

Ein totes Küken wird auch als Nahrungsquelle angesehen. Es wird dann entweder von den Eltern aufgefressen oder an die Geschwister gefüttert. Vielleicht nicht eine ganz so nette Art, aber effizient – nichts, was als Nahrung dienen kann, geht verloren. Auch 2015 ist ein ähnlicher Vorfall zu beobachten gewesen.

Über die genaue Todesursache kann nichts Deutliches gesagt werden. Am Nahrungsangebot liegt es sicherlich nicht, denn wir können sehen, dass genug Vorräte vorhanden sind. Wahrscheinlicher ist, dass sich das Küken von Anfang an nicht in bester Kondition befand und zu schwach war. Ebenso kann nicht gesagt werden, welches der Küken es war (im Sinne der Schlüpfreihenfolge) – es muss jedenfalls nicht unbedingt das Jüngste gewesen sein.
Um mit einer positiven Note zu enden: Es sieht so aus, als würde es den verbliebenen drei Küken sehr gut gehen. Sie sind sehr lebhaft, bewegen sich und fressen gut. Nahrung ist im Überfluss vorhanden – das Männchen tut sein Bestes, um viele Mäuse anzuschleppen.

 

Vier Küken in Winterswijk - 17/05/2017  

Die vier Eier in Winterswijk haben für Resultate gesorgt - alle vier Küken sind geschlüpft!

  • 1. Küken: 16. Mai, 18:26-31 Uhr
  • 2. Küken: 17. Mai, 0:15 Uhr
  • 3. Küken: 17. Mai, 04:17 Uhr
  • 4. Küken: 17. Mai, ca. 9:11 Uhr

 

 

Futter, Futter! - 15/05/2017  

Winterswijk: In der letzten Woche brachte das Männchen ganze 88 Mal Nahrung zum Nistkasten. Nicht überraschend, aber die Maikäfer haben die Regenwürmer mittlerweile eingeholt: es steht 35 zu 11. Letzte Woche stand es noch bei 25 zu 37. Das zeigt, dass der Frühling in Gang gekommen und die Maikäferpopulation wieder mehr anwesend ist. Auffallend ist die Anzahl der Wühlmäuse; zwanzig Stück ist eine nicht zu verachtende Anzahl. Die Top-Tage waren hier der 9. Mai (7 Stück) und der 10. Mai (6 Stück). Hat das Männchen in Winterswijk nun begriffen, was erwartet wird und dementsprechend die Performance angepasst? Die Erklärung ist simpel: letzte Woche wurde bei dem schönen Wetter wieder gemäht, wodurch die Wühlmäuse ohne grosse Deckung unterwegs und leichte Beute waren.

Dongen: In Dongen hat die Anzahl der erbeuteten Mäuse einen Stand von 125 Stück erreicht. Auffallend ist hier, dass mehr Waldmäuse als Wühlmäuse erbeutet wurden (83 zu 23) Stück. Wie eher berichtet, hängt dies mit dem Aufbau und den Gegebenheiten des Territoriums und den „Mäusetürmen“ zusammen.

 

Kükenwachstum - 10/05/2017   

Wie zuvor berichtet, sieht das Nahrungsangbot für die Küken in Dongen sehr gut aus. Sie wachsen prächtig!

 

 (Screenshot eingereicht von Galaxia Tanaka)

Regenwürmer und Maikäfer - 08/05/2017   

Das Nahrungsvorkommen in Winterswijk ist eine perfekte Spiegelung des Wetters in der Region in der letzten Woche: Regenwürmer und Maikäfer waren prominent. Sie stehen für ein Wetter, das sich mit „heiter & Regen“ beschreiben lässt. Die „Top 7“-Beuten in der letzten Woche waren wie folgt:


1. Regenwürmer
2. Maikäfer
3. Raupen
4. Larven
5. Undeutlich
6. Mäuse
7. Vögel

Der 4. Mai war der „Toptag“ mit insgesamt 29 Beuten. Davon waren 15 Stück Maikäfer, 11 Stück Regenwürmer. Am Vortag waren es jedoch lediglich drei Regenwürmer, eine Raupe und eine Wühlmaus, die das Weibchen angeboten bekam. Andernfalls steht eine Wühlmaus für eine ordentlich Anzahl anderer Beutetiere – 20-25 Maikäfer oder 5-10 Regenwürmer. Qua Masse wart der Vortag also trotz der geringeren Gesamtanzahl okay. Man muss auch bedenken, dass vielleicht nicht alle Beuteübergaben zu sehen waren, zum Beispiel, wenn das Weibchen ausserhalb der Sicht Nahrung zu sich nimmt oder wenn die Übertragung zwischendurch ausfällt.

 

Optimale Gelegegrösse - 05/05/2017    

Mit den drei geschlüpften Küken hat das Steinkauzpaar in Dongen gut zu tun. Das Männchen jagt erfolgreich, sodass einige Mäuse auf Vorrat im Nistkasten liegen. Das Weibchen zerkleinert die Beute und füttert sie an die Küken – echtes Teamwork.

Aufgaben des Männchens 
Das Männchen macht seinen Teil so weit sehr gut – der Nistkasten ist gut gefüllt mit Mäusen. Die Hauptaufgabe hat das Männchen bereits erledigt: Nachkommen produzieren, eigentlich nicht sehr schwierig. Die zweite Aufgabe, das Territorium und den Brutplatz verteidigen, verlangt ab und zu mehr Zeit und Energie. Die dritte Aufgabe, ausreichend Nahrung für den Nachwuchs zu erbeuten, wird auch noch einiges an Zeit und Energie kosten. Es wird also noch nicht entspannt!

Optimale Gelegegrösse
Ein bisschen besser als so manch andre hat das Männchen in Dongen es trotzdem – es scheinen im Territorium genug potenzielle Beutetiere vorhanden zu sein und drei Küken bedeuten auch eine übersichtliche Anzahl hungriger Schnäbel. Es gibt so etwas wie eine optimale Gelegegrösse; die Theorie von Lack besagt, dass sich die durchschnittliche Legegrösse im Laufe der Evolution an die höchste Anzahl Küken, die durch die Eltern aufgezogen werden können, angepasst hat. Küken grösserer Gelege bekommen im Allgemeinen weniger Nahrung, als Küken kleinerer Gelege.

Steinkauz vs. Schleiereule
Bei einigen Arten ist die Sterberate der Küken aus grossen Gelegen relativ hoch. Der Steinkauz bleibt bei einem sicheren Konzept, denn die durchschnittliche Gelegegrösse beträgt vier Eier. Abweichende Gelegegrösse kommen viel weniger vor. Ein durchschnittlich grosses Gelege sorgt durch die Bank weg für die meisten gesund ausfliegenden Jungen.
Die Schleiereule hingegen produziert durchweg grosse Gelege. Sie nimmt damit das Risiko in Kauf, dass während des Aufwachsen der Küken nicht genug Beute für alle da ist. Und das kommt leider sehr oft vor, sodass das ein oder andere Küken vorzeitig stirbt.

Unterschiedliche Strategien
Man kann behaupten, dass der Steinkauz auf Nummer sicher geht (mit durchschnittlichem Bruterfolg), während die Schleiereule ein Risiko in Richtung maximalen Bruterfolges eingeht. 
Dazu kommt, dass der Steinkauz erst mit dem Ausbrüten beginnt, wenn das Gelege komplett ist – so hat jedes Küken die gleichen Chancen. Die Schleiereule beginnt direkt damit, sodass die schlüpfenden Küken unterschiedliche Entwicklungsstadien aufweisen – so sieht man zwischenzeitlich recht grosse Küken neben noch ganz Kleinen im Kasten. Gelingt es den Eltern, ausreichend Beute zu erjagen, so ist es möglich, dass alle Schleiereulenküken gesund aufwachsen – dann hat sich das Risiko gelohnt. Die kleinsten Küken haben allerdings mit den schlechten Enden des Risikos zu kämpfen: die älteren Geschwister kommen grundsätzlich zuerst, wenn es um das Futter geht. Steht es mit der Beute schlecht, kann es auch vorkommen, dass die Kleinen den Grösseren als Nahrung dienen…Ein tragisches Schicksal, welches jedoch von Anfang an in Kauf genommen wird. Über längere Zeit beobachtet resultieren jedoch beide Brutstrategien in Erfolg.

 

Drei Küken – nun ist das Männchen gefragt? - 04/05/2017    

Am 2. Mai war es in Dongen so weit: Drei Steinkauzküken sind geschlüpft!

Leider ist die Infrarotkamera im Inneren des Nistkastens beschädigt, sodass die Nachtaufnahmen nicht mehr die gewohnte Qualität bieten können. Es ist fraglich, ob dies behoben werden kann, dann das Stören der Familie ist keine Option.
Jedenfalls heissen drei Küken auch: das Vater hat nun einiges an Arbeit! Er kümmert sich um die Nahrung, während das Weibchen die Küken versorgt.

Viele Mäuse
Es muss viel gejagt werden, um die drei kleinen Küken zu prächtigen jungen Steinkäuzen gross zu ziehen. Wir haben bereits gesehen, dass während der Eiphase schon eine stattliche Anzahl Mäuse zum Nest gebracht wurde – dies lässt Gutes erwarten.

Steinkauz=Allesfresser
Der Steinkauz ist ein echter Opportunist, zumindest wenn s um die Nahrung geht. Er nimmt ein wenig von allem, was zur Verfügung steht- so lange die Beute kleiner ist als er selbst. Manchmal ist es trotzdem grenzwertig – zum Beispiel, wenn der Steinkauz ausnahmsweise ein Wiesel erbeutet. Auf der Speisekarte des Steinkauzes stehen Vögel, Säugetiere, Insekten, Regenwürmer und Amhpibien; auch kleinere Beutetiere, wie Spinnen, Schnecken, Tausendfüssler etc. verschmäht er nicht, wenn es gerade so auskommt. In Jahren mit vielen Mäusen machen kleine Säugetiere den Grossteil der Speisekarte aus. Feld- und Waldmäuse sind hier die deutlichen Favoriten, aber auch andere Sorten werden regelmässig gefangen. Bisher wurden vom Männchen ausreichend Mäuse angeliefert – hoffentlich bleibt das so, aber es muss nicht unbedingt am Männchen liegen. Es ist für uns nicht leicht einzuschätzen, wie schwer es ist, eine Maus zu fangen, aber das Steinkauz-Männchen weiss sehr gut, dass es mit ein paar Mäusen schneller entspannen kann, als wenn es viele, viele kleine Beutetiere, wie Raupen, anschleppen muss. In punkto Anzahl machen Insekten den wichtigstens Teil der Nahrung des Steinkauzes aus. Am begehrtestens sind die grossen Sorten, wie Laufkäfer, Maikäfer und Mistkäfer. In der Zeit, in der der Bestand dieser Käfer zunimmt, können wir sehen, wie das Steinkauz-Männchen scheinbar endlos hin- und herfliegt, um diese an den Nachwuchs zu verfüttern. Bei nassem Wetter und in feuchten Nächten lassen sich an der Oberfläche viele Regenwürmer finden. Ist das Vorkommen von Mäusen und Maikäfern nicht ideal, so sind also noch Alternativen vorhanden.

Unerwartete Beuten
Im Buch The Little Owl (Van Nieuwenhuyse e.a., 2008) befindet sich eine Liste von 544 Beutetieren, die als Nahrung für Steinkäuze festgestellt wurden. Mit dabei sind auch ein Kiebitz und eine Uferschnepfe. Die am wenigsten erwartete Beute war jedoch – ein Steinkauz!
Wir sind gespannt, mit was sich die Steinkäuze dieses Jahr alles ernähren.

 

 

 

Dongen - Winterswijk 59-14 (Stand 30.04.2017). Und bald Küken? - 01/05/2017    

Der Vergleich zwischen den beiden Nestern scheint zum Vorteil von Dongen auszugehen. Winterswijk muss sich ganz schön mit einem Endspurt ranhalten, wenn sie einholen wollen.

Nein, es geht hier nicht um die Eier, sondern um die Anzahl erbeuteter Mäuse! Und zwar die Anzahl, die von Beginn des Eierlegens an ins Nest gebracht wurden. Bisher waren es in Dongen 59 Mäuse – allerdings ist die Zeitspanne hier auch viel eher begonnen (14 Tage Vorsprung), sodass Winterswijk noch einiges an Zeit hat, um aufzuholen. Ob sie aber aufholen und einen Vorsprung hinlegen können? Es ist zu bezweifeln.
In Dongen sieht es ganz nach “Tischlein, deck dich” aus, wenn man sich anschaut, wie viele Mäuse erbeutet werden. Das kann damit zu tun haben, dass im Territorium „Mäusehaufen“ angelegt wurden, in denen Mäuse nisten können. So wird der Stand der Mäuse erhöht. Auch dass das Weideland bearbeitet wurde, um dort Gemüse anzupflanzen, hat die Mäuse in Bewegung gesetzt. Beste Versorgung in Dongen!
Auch wenn wir uns die anderen Beuten betrachten, liegt Dongen vorne. Wir der aktuelle Trend beibehalten, kann es sein, dass Winterswijk am Ende das Rennen macht. Ob das von Vorteil ist, ist die Frage, denn Mäuse sind nahrhafter. Ist es nicht klüger, ein paar grosse Beuten zu fangen, statt einem Haufen kleiner er Tiere? Natürlich müssen die grösseren Beutetiere auch vorhanden sein.
Heute oder morgen erwarten wir übrigens, dass in Dongen die ersten Küken schlüpfen. Das erste Piepen aus dem Ei wurde schon vernommen.

 

Die Kunst des Ausbrütens 25/04/2017   

In beiden Nistkästen geht es ruhig zu. Die Weibchen brüten hingebungsvoll die gelegten Eier aus – das Weibchen in Dongen seit drei Wochen und auch das Weibchen ins Winterswijk ist mittlerweile vollzeitbeschäftigt. Ausbrüten scheint eine langweilige Tätigkeit zu sein, die viel Geduld fragt, aber es ist auch eine Kunst.

Brutfleck
Um den Brutprozess optimal verlaufen zu lassen, hat sich Mutter Natur den Brutfleck einfallen lassen. Ein Teil der Haut am Bauch des Vogels verliert, unter Einfluss von Hormonen, am Beginn des Eierlegens die Federn. Dieser extra durchblutete, kahle Fleck am Bauch ist dazu da, die Eier optimal zu wärmen. Nach dem Ausbrüten, wenn die Jungen geschlüpft sind, verschwindet die zusätzliche Durchblutung und die kahle Haut ist eher faltig und lose m Bauch. Die dunkelrote Farbe ist dann auch verschwunden (denn diese wird durch die starke Durchblutung hervorgerufen) und der Brutfleck erinnert an eine kahle Hühnerhaut. Die Federn wachsen dann wieder nach und alles sieht wieder „normal“ aus.

Die Kunst des Ausbrütens
Neben Hilfsmitteln, so wie dem Brutfleck, fragt das Ausbrüten auch bestimmte Fähigkeiten ab. Wir können oftmals beobachten, wie die Weibchen aufstehen und die Eier mit dem Schnabel drehen oder etwas anders platzieren. Das Wenden der Eier ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des Embryos. Oftmals wird angenommen, dass das Wenden primär dazu dient, die Eier gleichmässig warm zu halten oder dafür zu sorgen, dass der Embryo nicht zu sehr „sackt“, aber vor allem dient es dazu, dass die Nährstoffe und das Wasser innerhalb des Eis verteilt werden. Durch das Wenden wird auch der Embryo optimal positioniert, im Verhältnis zu Eiweiss und Dotter. Eine Menge wichtiger Funktionen, die durch das Wenden erfüllt werden.
Kehrt das Weibchen von draussen oder vom Strecken zurück und setzt sich wieder richtig auf die Eier, sieht man oftmals, wie sein Körper „schüttelt“. Hierdurch optimiert es den Kontakt zwischen Brutfleck und Eiern und findet für sich selbst eine komfortable Position – denn schliesslich muss es wieder mehrere Stunden auf den Eiern verbringen.

Keine kalte Kunst
Dass das Aubsrüten von Eiern doch noch einiges verlangt, dass hat der französische Performancekünslter Abraham Poincheval vor Kurzem festgestellt. Vielleicht haben Sie es mitbekommen: Poincheval hatte sich das Ziel gesetzt, öffentlich Hühnereiner auszubrüten – mit seiner eigenen Körperwärme, versteht sich. Hierfür musste er drei Wochen lang auf einem speziell entwickelten Brutstuhl sitzen, mit seinem Körper dicht über den Eiern, welche sich in einer Schüssel befanden. Er selbst war in warme Decken gewickelt. Pro Tag durfte er maximal 30 Minuten lang seine Brutposition verlassen; das heisst, er musste auch auf dem Brutstuhl übernachten. Um seine Körperwärme etwas anzustochern, hat Poincheval eine ingwerreiche Diät beigehalten – für ihn um einiges angenehmer als die Mäusediät unserer Eulen! Letztendlich ist die Performance geglückt und nach drei Wochen Ausbrüten sind die Küken geschlüpft – und das ohne speziellen Brutfleck.

 

Überraschung: Dongen-Winterswijk 3-4 24/04/2017   

Vor kurzem haben wir berichtet, dass Gleichstand zwischen den beiden Nestern herrschte. Trotz eines späteren Startes hatte das Paar in Winterswijk aufgeholt – und jetzt sogar überholt!
Am 21. April, gegen 22 Uhr, sah es anfänglich nicht danach aus. Auch um Mitternacht nicht. Dabei war die Einschätzung, dass –wenn ein viertes Ei kommen würde – es zwischen 18 und 20 Uhr so weit sein sollte. Circa 63 Stunden nach dem dritten Ei, 62 Stunden und 54 Minuten, um genau zu sein. Dies ist signifikant länger als die Abstände zwischen den ersten drei Eiern (57 Stunden 3 Minuten und 54 Stunden 42 Minuten). Das Durchschnittslegeintervall beträgt somit 58 Stunden 13 Minuten. Das sind 3 Stunden 18 Minuten länger als in Dongen (54 Stunden 55 Minuten).

Nummer 5?
Er warten wir noch ein fünftes Ei? Nichts ist unmöglich, aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr hoch, Denn dies sollte dann heute, am Montag, passieren. Wahrscheinlicher scheint es, dass das Weibchen in Winterswijk heute mit dem Ausbrüten beginnt und einen Grossteil des Tages auf den Eiern sitzen wird. Das erste Küken in Winterswijk können wir dann am 22. Mai erwarten. ES bleibt aber alles Spekulation – wer weiss, vielleicht werden wir erneut überrrascht!

 (Screenshot der vier Eier, eingereicht von Ruth Backhaus & Kunni Gunde)

 

 

 

3 zu 3 20/04/2017   

Zwischenstand oder Endstand?

Gestern hat das Weibchen in Winterswijk das dritte Ei gelegt. Damit ist der Stand Dongen-Winterswijk 3-3. Die Frage, die sich jetzt stellt, ist, ob dies der Endstand oder lediglich ein Zwischenstand ist. Wird Winterswijk jetzt doch Dongen überholen, nachdem Prinzip “die Letzten werden die Ersten sein”? Zwischen dem ersten und dem zweiten Ei lagen 57 Stunden; zwischen dem zweiten und dem dritten Ei lagen 55 Stunden. Wenn wir den Durchschnitt von 56 Stunden beibehalten, könnte Freitag zwischen 18 und 20 Uhr noch ein weiteres Ei gelegt werden. Eine Stunde früher oder später kann natürlich auch.

Brutbeginn als Indikator für ein viertes Ei? 
Über den Brutbeginn kann man nicht viel mit Sicherheit sagen. Ob das Weibchen nun den Grossteil der Nacht auf den Eiern sitzt oder nicht: ein Indikator für das Legen oder Nicht-Legen eines vierten Eis ist es nicht. Es bleibt nichts anderes übrig, als geduldig abzuwarten, was sich tut. Spekulieren kann man natürlich immer. Was wohl gesagt werden kann, ist, dass wenn das Weibchen dieses Nacht mit dem Ausbrüten beginnt, es bestimmt kein fünftes Ei geben wird. So viel lasst sich zumindest behaupten.

Ein Ei: die Aussenseite
Ein Steinkauz-Ei ist eher rund als lang und eiförmig. Durschschnittlich hat es eine Länge von 34,3 mm und eine Breite von 28,7 mm. Das Volumen berträgt 14,3 cm³. Das Durschschnittsgewicht beträgt nach dem Legen 15 bis 16 g. Während des ausbrütens verliert das Ei ein paar Gramm Gewicht, sodass es kurz vor dem Schlüpfen circa 13 g wiegt, Die Schale macht ungefähr 1,5-2 g aus.

Ein Ei: die Innenseite
Ein Ei besteht aus Eidotter und Eiweiss. Der Dotter enthält die Nahrung für das sich entwickelnde Küken; der Rest hiervon wird kurz vor dem Schlüpfen komplett im Körper aufgenommen. Das Eiweiss formt den Puffer bzw. den Schutz von Eidotter und Embryo. An der stumpfen Seite des Eis formt sich eine Luftkammer, hierin befindet sich der Sauerstoff, den das Küken benötigt, nachdem es die Schale angepickt hat und selbst atmen muss. An der Innenseite der Eierschale befinden sich zwei dünne Häute: Die Eimembrane und die Schalenmembrane, welche Ei und Dotter zusammenhalten.

  (Screenshot der drei Eier, eingereicht von Kunni Gunde)

 

 

Zwei Eier in Winterswijk! - 18/04/2017  

Es sieht so aus, als hätte das Steinkauzpaar in Winterswijk die Feiertage als Anlass genommen, die Familiengründung fortzuführen. Inzwischen sind bereits zwei Eier gelegt:

  • Ei Nr.1 wurde am 14.April, um circa 19:21 Uhr gelegt
  • Ei Nr.2 wurde am 17.April, um 04:24 Uhr gelegt

 (Screenshot aufgenommen von Ruth Backhaus)

 

Der grösste Unterschied zwischen den Steinkauzpaaren in Dongen und Winterswijk liegt auf der Hand: Das Paar in Dongen ist ganze fünfzehn Tage eher mit dem Eierlegen begonnen. Die Frage ist: „Ist dies Zufall oder woran liegt das?“

Der Beginn des Eierlegens wird durch die Kondition des Weibchens bestimmt. Je eher es Stande ist, Eier zu legen, desto eher geschieht dies auch. In diesem Fall wird Kondition jedoch nicht in Muskelkraft und Durchhaltevemögen gemessen, sondern in Körpergewicht. Die Eiproduktion kostet viel Energie – ein Gelege von vier Eiern beträgt zwischen 60-70 g, ein Drittel des Körpergewichts des Weibchens. Diese extra Energie muss aus Nahrung gewonnen werden, aus Mäusen oder anderen Beutetieren. Und auch diese muss erst einmal gefangen werden, was auch wieder Energie kostet. Kurzum, es gilt: Je mehr Beute, desto eher ist die notwendige Kondition erreich und je eher gibt es Eier.

Timing
Nun ist es so, dass die benötigte Beute nicht überall und immer in ausreichendem Maße vorhanden ist. Maikäfer, wie es der Name schon sagt, sind im Mai in bestimmten Regionen viel vorhanden. In warmen Frühjahren erscheinen sie bereits Anfang Mai, während der Zeitpunkt in kalten Frühjahren mehrere Wochen nach hinten verschoben sein kann. Dieselben Umstände gelten auch für Larven und Raupen – und teilweise auch für Mäuse.

Unterschied Nord-Süd
Temperatur und andere Umstände sind landesweit natürlich unterschiedlich. Dies gilt auch für die Niederlanden, wo die beiden Webcams installiert sind. ES ist bekannt, dass der Frühling im Süden der Niederlande eher in Gang kommt, als in den kälteren Regionen, wie Groningen und Friesland. So wird auch das Nahrungsangebot im Süden eher verfügbar sein, als im Norden, und man kann sich vorstellen, dass die Steinkäuze im Süden dann auch eher mit dem Eierlegen beginnen.

Komplexe Faktoren
Auch zwischen Territorien können strukturelle Unterschiede bestehen. Ein mäusereiches Territorium begünstigt ein frühes eierlegen, während die Steinkäuze, die in einem eher mäuseärmeren Territorium leben, länger benötigen, um die benötigten Reserven aufzubauen. Auch individuelle Unterschiede können eine Rolle spielen: Manche Weibchen sind zum Beispiel immer etwas eher bei der Sache als andere. Ein weiterer potenzieller Faktor ist die Jagdfähigkeit des Männchens – denn das Männchen muss während der Brutphase und der Jungenaufzucht für ausreichende Nahrung sorgen. Ein guter Jäger kann also dazu beitragen, dass das Weibchen schnell in gute Kondition kommt. 
Kurz gesagt: Es spielen einige, nicht genau zu bestimmende Faktoren eine Rolle, wenn es um den Beginn des Eierlegens geht, und es ist nicht wirklich möglich, ein solch komplexes Zusammenspiel auf ein oder zwei Ursachen zu schieben. 

 

 

Spannende Woche - 11/04/2017 


Bei den Steinkäuzen in Dongen wird mittlerweile vollauf gebrütet. Aber wie steht es in Winterswijk? Hoffentlich sehen wir hier im Laufe der Woche eine Entwicklung in Bezug auf Eier. Wie zuvor berichtet, beginnt das Eierlegen in den Niederlanden in der zweiten Aprilhälfte. Das Paar in Dongen war mit dem 1. April als Legedatum also schon eher früh bei der Sache.


Dongen - Winterswijk 3-0
Es ist natürlich kein echter Wettbewerb zwischen den beiden Paaren - sie kennen sich nicht einmal untereinander. Aber trotzdem, wir können natürlich anhand der Übertragungen die beiden Verläufe vergleichen. 
Die häufigste Gelegegrösse bei Steinkäuzen beträgt vier Eier. Also kann es noch dazu kommen, dass das Paar in winterwijk das in Dongen "überholt" - nämlich mit einem grösseren Gelege.
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Endstand der Eier noch nicht an Ostern bekannt sein wird. Letztes Jahr wurde das erste Ei in Winterswijk erst am 17. April gelegt. Dieses Jahr könnte es etwas früher geschehen, wenn man den milden Frühling mit einkalkuliert. Es bleibt also jeden Tag spannend!

 

Drei Eier in Dongen- 10/04/2017

Es scheint, als würde das Steinkauzpaar in Dongen es bei drei Eiern belassen. Ein viertes Ei hatten wir am Samstagmorgen erwartet, es ist jedoch ausgeblieben.

Ausbrüten ist im Gange 
Es fiel schon auf, dass das Weibchen seit Donnerstag schon ununterbrochen in Bruthaltung auf den Eiern sitzt. Das ist in der Regel ein Zeichen, dass das Gelege komplett ist oder das vorletzte Ei gelegt wurde. Es war also nicht ausgeschlossen, dass noch eines folgen könnte, aber dem war leider nicht so.


Gelegegrösse
Drei Eier sind nach vier Eiern die meist häufige Gelegegrösse bei Steinkäuzen – ein Viertel aller Gelege zählt drei Eier.
Nester mit mehr Eiern (sechs bis acht) sind eher seltener an der Tagesordnung. Nicht sehr erstaunlich, wenn man bedenkt, wie gross die Eier des Steinkauzes sind – bei sechs bis acht Eiern ist es gar nicht so einfach, darauf zu brüten! Auch das Füttern der Jungen bedeutet dann wesentlich mehr Arbeit. Es verwundert also nicht, dass die meisten Paare es bei einer übersichtlichen Anzahl Eiern bzw. Küken belassen.

Was passiert in Winterwijk?
Dort ist das Steinkauzpaar noch ernsthaft mit dem Vorbereitungen für das Eierlegen beschäftigt. Vielleicht wird schon in dieser Woche das erste Ei gelegt?

 

Hurra, das dritte Ei ist da!  - 06/04/2017
Gestern hat das Steinkauz-Weibchen in Dongen um 22:51 Uhr das dritte Ei gelegt!  Zwischen dem zweiten und dritten Ei lagen 55 Stunden Pause, demnach würden wir das nächste Ei am Samstag, den 8. April, um circa 6:00 Uhr erwarten.

 

Zwei Eier gelegt (Dongen) - 05/04/2017

Der 4. April war wieder ein Ruhetag für die Steinkauzdame in Dongen. Am 3. April hat sie, 56 Stunden nach dem ersten Ei, das zweite Ei gelegt. Heute, am 5. April, erwarten wir das dritte Ei.


Zum Glück brauchen wir uns keine Sorgen über das aktuelle Brutverhalten machen - wie auch einige andere Vogelarten beginnen Steinkäuze erst mit dem Ausbrüten, wenn das Gelege komplett ist. Die Entwicklung der Embryonen im Ei kommt erst in Gang, wenn das Ei ausgebrütet wird, also besteh im Moment keine Gefahr für die Küken im Ei.
Diese Strategie hat den Vorteil, dass alle Küken kurz hintereinander schlüpfen, nacheinander innerhalb 24 Stunden. So besteht nicht das Problem, dass eines der Küken kleiner oder schwächer ist und so benachteiligt wird. Gleiche Chancen für alle.

Zwei Eier sind ein halbes Gelege
Circa 40% der niederländischen Steinkauzpaare hat ein Gelege von vier Eiern Umfang. Zwei Eier würden in Dongen also bedeuten, dass das Gelege zu 50% abgeschlossen ist. Aber frühe Gelege sind auch oft grosse Gelege – vielleicht werden es auch mehr als vier? Mit dem Nahrungsangebot scheint kein Problem zu bestehen, gute Konditionen also.

Frühes Frühjahr, früher Legestart?
Der 1. April ist ein frühes Legedatum für Steinkäuze. Spielt das schon recht früh warme Wetter eine Rolle hierbei?
Ein gutes Timing des Eierlegens und der Jungenaufzucht ist für Steinkäuze sehr wichtig. Denn neben Mäusen müssen auch ausreichend kleine Beutetiere vorhanden sein, so wie Raupen, Larven, Insekten (Maikäfer!) usw. Das Angebot dieser kleinen Beutetiere ist im Mai und Juni am höchsten – das ist also der ideale Zeitpunkt, die Jungen aufzuziehen. Hier findet man einige Gemeinsamkeiten mit den Kohlmeisen, welche auch auf Insekten, Raupen und Larven angewiesen sind. Nur wenn das Frühjahr – und damit auch das Beuteangebot – deutlich früher (warm) oder später (kalt) in Gang kommt, macht es für den Steinkauz Sinn, dies zu antizipieren.
Langjährige Forschung von 2000-2015 hat ergeben, dass der durchschnittliche Legestart der Steinkäuze am 16. April stattgefunden hat. In den meisten Jahren wich dieser zwischen 1 und 2,3 Tagen ab. Die Jahre 2013 und 2014 stellen zwei deutliche Ausnahmen dar – und dies hatte mit dem Wetter zu tun. Das Jahr 2013 zeichnete sich dadurch aus, dass es einen kalten Winter und ein kaltes, trockenes Frühjahr gab. Alles kam deshalb eher langsam in Gang, auch die Fortpflanzung der Mäuse. Somit sah man einen eher späten Legestart bei den Steinkäuzen, den 25. April. Im Jahr 2014 war dies genau umgekehrt – nach einem milden Winter begann das Frühjahr eher schnell. Der durchschnittliche Legestart in 2014 war deshalb schon am 7. April; rund 20% der Steinkäuze hatte sogar schon in der zweiten Märzhälfte mit dem Eierlegen begonnen.

 

Erstes Ei gelegt - 03/04/2017

Am 1. April wurde bei den Steinkäuzen in Dongen (zweiter Nistkasten) das erste Ei gelegt! Um 8:24 Uhr hatte sich da WEibchen in den Nistkasten begeben und rund eine Stunde später, gegen 9:45 Uhr, war das Ei dann zu sehen.

  (Screenshot vom Ei alleine eingereicht von Kunni Gunde auf Facebook)

 Niemand hat es so recht kommen sehen, aber der April tut eben, was er will. Und so wurde am 1. April das erste Steinkauz-Ei gelegt – nicht wie erwartet in Winterswijk (WI), wo viel gekuschelt und liebkost wird, sondern in Dongen (DO).

Um circa neun Uhr morgens war es dann so weit; überraschend war es vor allem, da das Steinkauzpaar in Dongen nicht andeuten liess, dass so schnell das Gelege gestartet werden sollte. Viel mehr noch – man war sich nicht sicher, ob dort überhaupt gebrütet wird, da sie sich so selten sehen liessen!

Vergleich WI und DO

Die Unterschiede zwischen den beiden Paaren liegen auf der Hand. Während das Paar in Winterswijk (WI) sich den Nistkasten schon vor Monaten zum Zuhause gemacht hatte, war das Paar in Dongen (DO) eher nur sporadisch im Nistkasten zu beobachten. Wenn es mal dort anzutreffen war, dann oftmals nur für kurze Zeit. Und dann war da plötzlich ein Ei.

Wieso der Unterschied? Man weiss es nicht genau. Vielleicht ist dies ein Unterscheid im Geschmack – der eine Steinkauz verbringt die Zeit lieber drinnen, der Andere draussen. Eventuell hat das Steinkauzpaar in Dongen noch einen anderen Verbleib, an dem es tagsüber anzutreffen ist; zudem ist der Kasten dort etwas kleiner. In Winterswijk ist jedenfalls nur ein Kasten verfügbar – zudem ist dort oftmals unerwünschter Besuch zu beobachten, wodurch sich die Steinkäuzen in Winterswijk vielleicht genötigt fühlen, dort mehr zu überwachen.

Weitere Eier

Ein Ei am 1. April ist für Steinkäuze ein früher Zeitpunkt. Ein solch frühes Datum deutet darauf hin, dass das Nahrungsangebot im Brutterritorium günstig ist – dieser Umstand lässt dann auch auf ein grosses Gelege hoffen! Ein Gelege von fünf Eiern wäre schön; wir sind gespannt.

Durchschnittlich vergehen fünfzig Stunden, bis das nächste Ei gelegt wird. Wenn das Weibchen gut in der Zeit ist, können wir das nächste Ei am 3. April zwischen 11 und 12 Uhr erwarten. Ein paar Stunden Abweichung können auch vorkommen. Sollten in der Tat fünf Eier gelegt werden, bis das Gelege komplett ist, dann wäre es am 9. April komplett.

Winterswijk

Wann das Steinkauzpaar in Winterswijk das eerste Ei legt, lässt sich nicht voraussagen. Es kann morgen passieren oder auch erst nach Ostern. Langeweile kommt jedenfalls nicht auf!

Turbulentes Liebesleben - 23/03/2017

Dieses Jahr hat das Steinkauzpaar ein wenig Störung bei der Paarungszeit. Erst Krähenbesuch, der verjagt werden muss, nun auch noch ein fremder Steinkauz, der paarungswillig auf der Suche ist? (siehe Video-Highlight) Auch als Steinkauz hat man es nicht einfach.

Allerdings scheint die Beziehung des Paares weiterhin hervorragend zu laufen; sie lassen sich immer öfter zusammen im Nistkasten sehen, es wird gejagd, gepaart, gekuschelt...

 

Liebevolles Miteinander - 20/03/2017

Auch dieses Jahr lassen die Steinkäuze – im Gegensatz zu den Waldkäuzen – wieder auf sich warten. „Wann werden die ersten Eier gelegt“, „wann geht es richtig los“ sind die Fragen, die sich die meisten Zuschauer stellen. In der Zwischenzeit wird es immerhin nicht langweilige, denn bei anderen Vogelpaaren, die von den Webcams festgehalten werden, ist da schon mehr geschehen.

Warum lassen sich die Steinkäuze nicht so oft im Kasten sehen? Ganz einfach –es ist Frühling! Bei schönem Wetter geniessen die Steinkäuze draussen die Sonne und Wärme, deshalb lassen sie sich dann seltener im Kasteninneren erblicken. Gerade für das Weibchen gilt: So lange noch keiner Eier gelegt sind und ausgebrütet werden müssen, ist dafür noch Zeit. Danach wird es noch genug Zeit im Nistkasten verbringen.

Das Steinkauzpaar hält sich jedoch auch beim Entspannen draussen in der Nähe des Nistkastens auf. Immerhin müssen Territoriums- oder gar Nistkasteneindringlinge im Auge behalten werden. Wie schon das ein oder andere Mal zu sehen gewesen, werden Eindringlinge gezielt verscheucht. Also: Wird das Wetter wieder kälter oder regnerischer, werden wir die Steinkäuze auch wieder öfter im Kasten sehen können.

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