Eisvogel (Alcedo atthis)

Eisvogel

 

Die Webcam-Saison 2016 ist nun offiziell beendet. Vielen Dank an diejenigen, die die erste Vivara Webcam-Saison mit uns miterlebt haben. Zusammen haben wir viel mit den von den Kameras beobachteten Vögeln miterleben können - Nestbau, Balz, Eierlegen, Ausbrüten, Jungen grossziehen...

Viele schöne Moment waren dabei; wir hoffen, Sie hatten viel Freude daran! Wir von Vivara hoffen, dass die Zusammenarbeit nächstes Jahr fortgesetzt werden kann, sodass wir Ihnen auch im Frühjahr 2017 wieder tolle Webcam-Übertragungen und Hintergrundinformationen hierzu zur Verfügung stellen können.

 

Endstatistik

Leider haben wir vom Aufwachsen und Ausfliegen des zweiten Geleges kein vollständiges Bild bekommen. Von den sieben Eiern sind zwei „kükenlos“ geblieben, aber es ist nicht ganz deutlich, wie viele Küken am Ende ausgeflogen sind. Wie wissen, dass es mindestens zwei gewesen sind, aber es können insgesamt bis zu fünf gewesen sein.   Somit haben wir für Gelege 1 und Gelege 2 ein Endresultat von mindestens acht ausgeflogenen Küken, vielleicht sogar dreizehn!  Wenn man bedenkt, dass die Eltern schon wieder bei der Paarung beobachtet werden konnten, ist vielleicht sogar noch ein drittes Gelege möglich; diese Küken würden dann Ende September das Nest verlassen.  

 

                                                          Gelege 1           Gelege 2

Beginn Eierlegen 7. April     5. Juni  
Beginn Ausbrüten 13. April 11. Juni
Gelegegrösse 7 Eier 7 Eier
Schlüpfdatum 3. Mai 30. Juni
Brutdauer   20 Tage 19 Tage
Schlüpfquote  100 % (7 Eier) 71% (5 Eier)
Ausflugdatum 29. Mai 25. Juli
Anzahl ausgeflogener Junge 6 min. 2, max. 5 
 Ausflugquote  86%  29-71%

 

Zwei ausgeflogen

Es ist wieder so weit, die jungen Eisvögel verlassen das Nest.
Nachdem bereits ein Gelege fast vollständig das Nest als junge Eisvögel verlassen konnten (und man den ein oder anderen ab und zu draussen erblicken konnte), sind nun auch mindestens zwei Vögel des zweiten Geleges ausgeflogen. 
Hier sieht man, wie der Vater mit einem Fisch zum Nistkasten fliegt und die Jungen damit lockt. Zwei verlassen am Ende dann den Kasten. (Und ein Eichhörnchen sieht man auch noch herumwuseln.) 
Wann die anderen Jungen wohl folgen?

 

Küken und ältere Geschwister

Die Eisvogel-Küken im Inneren des Nistkastens sind wieder so gross, dass man von den Vorgängen dort kaum etwas erkennen kann. Dafür hat sich aber ein junger Eisvogel - vermutlich vom ersten Gelege - draussen vor der Kamera sehen lassen und gezeigt, wie schnell und effizient er seine Beute fängt und verspeist (das Video fasst circa eine Viertelstunde zusammen).

 

Schlüpfmarathon - fünf Küken

Am 30. Juni 2016 sind von 12:54 bis circa 18:10 Uhr fünf Küken geschlüpft.

Nachdem anfangs drei Küken geschlüpft waren, begonnen die Eltern auch schon damit, den hungrigen Nachwuchs fleissig mit kleineren Fischen zu versorgen. Heute Morgen gegen 10:45 Uhr waren noch zwei Eier im Nistraum zu sehen - ob daraus noch etwas schlüpfen wird?

Hier ein längerer Zusammenschnitt der fünf schlüpfenden Küken sowie der zwischenzeitlichen Fütterungen:


 Und zuletzt noch gute Nachrichten:

Auch wenn das offizielle Ende des Webcam-Projekts der 1. Juli ist, bleiben einige der Kameras noch aktiv!

Bis Ende Juli aktiv bleiben: Storch, Gartenvögel, Brandseeschwalbe

Solange man noch die Vögel beobachten kann/ solange Aktivität beobachtbar ist, bleiben aktiv: Eisvogel, Steinkauz, Schleiereule

 

Sieben Eier

Am 11.6.16 wurde gegen 11 Uhr das siebte Ei gesichtet. Wann genau es gelegt wurde, lässt sich leider nicht sagen.


 

Sechstes Ei

Am 10.6.16 wurde gegen 9 Uhr das sechste Ei gelegt.

 

Zweites Gelege im selben Nest - schon fünf Eier

Nachdem das erste Gelege erfolgreich war und sechs Jungen das Nest verlassen haben, ist das Paar nun mit dem zweiten Gelege beschäftigt - wieder in der gleichen Nistkammer! Nachdem am 5.6.16 das erste Ei gelegt wurde, sind es bereits fünf Eier, die im Nest sichtbar sind.

 

Es konnte eigentlich nicht ausbleiben, dieses zweite Gelege, denn es kündigte sich bereits am 25. Mai an. Die Paarungen für das zweite Gelege begonnen bereits vier Tage vor dem Ausfliegen der Jungen des ersten Geleges. Nachdem die Jungen das Nest verlassen hatten, hat vor allem das Weibchen das Nest gereinigt; Fischreste und Ausscheidungen wurden im Schnabel mitgenommen und nach druassen transportiert. Die Elternvögel können auch, rückwärts laufend, mit den Füssen Schmutz aus der Niströhre schieben. So wird Sand und Kot aus der Röhre geschoben.

Eine kurze Statistik zum ersten Gelege:

  1. Gelege  2.Gelege
Beginn des Eierlegens 7. April 5. Juni
Beginn des Ausbrütens 13. April  
Grösse des Geleges 7 Eier  
Schlüpftag 3. Mai  
Brutdauer 20 Tage  
Schlüpfrate 100%  
Ausflugsdatum 29. Mai  
Anzahl der ausgeflogenden Jungen 6  
Erfolgsrate des Ausfliegens 86%  
Auffällig: Es befinden sich nur 7 Tage zwischen dem Ausfliegen der Jungen und dem Beginn des Eierlegens.
Müssen die Eizvögel nicht zwischendurch erst wieder zu Kräften kommen, bevor es "wieder los geht"? Dieses Eisvogel-Paar scheint jedenfalls bereit gewesen zu sein, mit Futter im Überfluss. Vielleicht gelingt es ihnen sogar, um circa zehn Jungen in einer Brutsaison auf die Welt zu bringen?
Man weiss nicht, wie viele davon die kommende Sommer-, Herbst und Winter-Zeit überleben; aber meistens terben die meisten Jungen in ihrem ersten Lebensjahr. Eine dermassen Hohe Anzahl Jungen ist somit eine Art Versicherung gegen die hohe Sterberate.

Zweites Gelege im Gange

Das Legen des ersten Eis konnte leider nicht festgehalten werden, aber das zweite Ei wurde am 6.6.16, um ca 6:45 Uhr, gelegt. Man kann beide Eier sehr gut sehen.

Das zweite Gelege wurde also zügig nach Ausfliegen der Jungen aufgenommen und ist in vollem Gange. Wie viele Eier es wohl dieses Mal werden?

 

Füttern, Paaren, Hausbau

Das Nest wird ausgeräumt, neu eingerichtet - und es wird sich auch regelmässig gepaart. Wann wir wohl das zweite Gelege erwarten können?

 

 

Zusammenschnitt des Auszugs der Küken und Fütterung draussen

Untenstehend finden Sie einen Zusammenschnitt, wie die sechs Küken den Nistkasten verlassen. Mittlerweile sind sie alle draussen aktiv; die ein oder andere Szene spielt sich immer noch vor der Kamera ab. So werden die Küken noch von den Eltern mit Nahrung versorgt, der Nistkasten gesäubert (vermutlich für das zweite Gelege) und und und. Das die Fütterung nicht ganz ohne Hindernisse verläuft, sehen Sie in dem zweiten Video.

 

 

Alle Eisvögelchen sind ausgeflogen

Am gestrigen Sonntag sind alle sechs Eisvogel-Jungen ausgeflogen. Früh morgens (so gegen 6:00 Uhr) haben sich die ersten drei aus der Nisthöhle gewagt, dabei ist das 3. Eisvögelchen beim Ausfliegen fast mit einem Reiher zusammengestoßen, der sich über diesen unerwarteten Fluggast ein weinig erschreckte, zu sehen in dem folgenden Videobeitrag.

Zwei weitere Jungen folgten kurze Zeit später und der letzte Eisvogel ist um 8:53 Uhr ausgeflogen. Die Vogeleltern füttern ihre Jungen nur noch kurze Zeit, denn schon bald beginnen sie mit dem zweiten Gelege. Die Aussichten stehen gut, dass auch die 2. Brut in einem unserer beiden Webcam-Nisthöhlen stattfinden wird.

Ausflug Eisvogel Nr. 4 und 5, klicken Sie hier

 

Zweites Gelege in Arbeit?

Ausserhalb des Nistkastens kann man wieder Balzszenen zwischen Männchen und Weibchen beobachten. Die Küken sind fast flügge, also scheint die "Arbeit" am zweiten Gelege schon angelaufen zu sein?

 

Mindestens eines der Küken hat es jetzt schon nicht geschafft. Der genaue Grund ist uns nicht bekannt. Auch von den übrigen sechs Küken kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es allen davon gut geht oder ob es doch weniger als sechs lebende Küken sind (die Sicht ist sehr eingeschränkt, ein genaues Zählen ist zu diesem Zeitpunkt nicht möglich). Man hofft natürlich, dass die Küken bzw. Vögel ein langes Leben haben; aber in der Natur läuft leider nicht alles reibungslos. Auch daran muss man sich gewöhnen.

Aber was geschieht nun mit dem verstorbenen Küken? Wenn die Umgebung trocken genug ist, dann trocknet der Körper langsam aus; meistens bleibt er dabei noch intakt. Dies wird wahrscheinlich auch mit dem verstorbenen Küken passieren; der Leichnahm trocknet langsam aus und bleibt rechts unten in der Ecke der Nisthöhle liegen. Von den anderen Küken erwarten wir in den nächsten anderthalb Wochen, dass sie die Nisthöhle als junge Eisvögel verlassen. Hoffentlich bekommen wir sie in voller Pracht vor der Kamera zu sehen, wenn sie ausfliegen.

 

Wie sehen die Jungen jetzt eigentlich aus?

In den ersten Tagen konnten wir via Webcam noch gut sehen, wie sich die Jungen entwickeln. Zuerst waren sie noch nackt, mit geschlossenen Augen. In dieser Zeit mussten die Eltern die Jungen noch gut warmhalten, indem sie kontinuierlich auf ihnen brüteten.  

Mittlerweile sind die Jungen 14 Tage als, das bedeutet, dass ihre Federn wachsen und die Augen bereits geöffnet sind. Auf dem untenstehenden Foto sind Eisvogeljungen von circa 13 Tagen Alter zu sehen. Sie weisen die typischen Eisvogelklauen auf, der Schnabel hat schon an Form gewonnen. Pro Tag haben die Jungen circa 100 Fische nötig, um die Nahrungsbedürfnisse zu decken. Eine ganze Menge AArbeit für die Eltern, wenn das Gelege sieben Küken umfasst!

Scheinbar regeln die Jungen die Fütterung selbst; sie warten in Reihenfolge auf die Eltern und wechseln sich entsprechend ab, sodass jeder an die Reihe kommt. Die Bettelrufe sind schon von einigem Abstand weg zu verfolgen, wie es oftmals auch bei Staren oder Buntspechten der Fall ist. 

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Es läuft gut

Die Eisvogelküken machen sich so weit gut. In der Umgebung des Nistkastens steht genug Nahrung, in Form von Fischen, zur Verfügung. Mittlerweile fressen die Jungen auch schon Fische, die beinahe die Länge ihres eigenen Körpers haben. Wie würde man sagen: Es läuft.

Mittlerweile sind sie schon so gross geworden, dass man sie nicht mehr vollständig sehen kann, wenn sie sich aufrichten. Durch den Zoom der Kamera scheint es jedoch auch so, als wären es nur drei Küken – es sind aber weitaus mehr, nämlich sieben.

 

Sieben Küken

Endlich sind sie geschlüpft, die Eisvogel-Küken!


Gestern, am 3. Mai 2016, sind alle sieben Küken, innerhalb von circa fün Stunden, geschlüpft. Das erste Küken schlüpfte gegen 11 Uhr, das Letzte gegen 16 Uhr.
Nun bricht die Phase des Fütterns, noch mehr Fütterns und Warmhaltens an. Normalerweise dauert es 23-27 Tagem, bis die Küken "flugflügge" sind. Es wird also erwartet, dass sie um den 28. Mai herum ausfliegen.


Das Eisvogelpaar ist am 13. April 2016 mit dem Brüten begonnen, das Schlüpfdatum war der 3. Mai 2016; somit betr'gt die Brutdauer 20 Tage mit einer Schlüpfquote von 100%. Hiermit hält sich das Paar an die bekannten Statistiken; aus der Literatur wissen wir, dass die Brutdauer bei 19-21 Tagen liegt, mit durschschnittlich 6 bis 7 Eiern.


Was das Gewicht der Küken betrifft, ist es schwierig, hier eine Aussage zu machen. Nicht verwunderlich - so müsste man den Nisttunnel erst öffnen, was man natürlich nicht tut! Aber wir wissen, dass die Eier ungefähr 3,5g bis 4,5g wiegen - wahrscheinlich wiegen die Küken direkt nach dem Schlüpfen um die 4g. Es lässt sich auch schon sehen, dass die Kleinen schon junge Fische vertilgen können. In den kommenden Woche werden heirvon noch viele verfüttert werden, denn in den 25 Tagen müssen die Jungen auf ein Gewicht von in etwa 35g kommen. Aus englischen Forschungen kam hervor, dass 80% der 69 bebrüteten Eier ein ausgeflogenes Junges hervorgebracht haben. Wir sind gespannt, wie viele dieser Jungen es schaffen - wir hoffen natürlich auf so viele wie möglich.

 

Was können Eisvögel in ihrer Nistkammer eigentlich sehen?

Vögel sehen auf eine andere Weise als Menschen, sie nehmen andere Lichtfrequenzen wahr und formen sich so auch ein anderer Bild ihrer Umgebung.

I Die Augen von Eisvögeln haben anders geformte Pupillen sowie eine andere Zusammenstellung der beiden Rezeptor-Typen, den Stäbchen und den Zapfen (auch Sehzellen genannt). Eisvögel haben hierbei die spezielle Fähigkeit, dass sie Fische und andere Beutetiere von oberhalb des Wasser wahrnehmen können - und dies obwohl der Wasserspiegel das Licht bricht. Durch die Lichtbrechung wirkt es optisch nämlich so, als befände sich die Beute an einem anderen Ort als dies wirklich der Fall ist. Das Auge des Eisvogels ist jedoch in der Lage, dieses Abweichung zu korrigieren, sodass sie die Beute effektiv schnappen können.

Im Dunkeln, unter der Erde, wird dies wahrscheinlich jedoch nicht der Fall sein. Die Öffnung des Nistgangs ist so klein und der Nistgang so lang, dass kaum Licht in die Kammer hineinfällt. Was die Eisvögel im Inneren genau wahrnehmen können, ist somti schwer zu sagen, aber eine Vermutung wäre, dass sie - wie Raubvögel - Wärme- und UV-Strahlen wahrnehmen können. So könnten sie die Konturen der Eier und Jungen erkennen und diese lokalisieren. Wenn die Küken geschlüpft sind, können sich die Eisvögel natürlich auch auf ihre anderne sinnesorgane berufen, wie ihre Ohren. Diejenigen, die somit am lautesten rufen, bekämen dann  zuerst Futter. Wir werden in den kommenden Wochen sehen können, ob dies wirklich der Fall ist.

 

Ruhiges Ausbrüten

Bei den Eisvögeln geht es ruhig zur Sache; Männchen und Weibchen wechseln sich zwischendurch immer mal wieder mit dem Ausbrüten ab, während vor dem Kasten die gefundene Beute verzehrt wird.

Im Video zu sehen ist ein fliegender Wechsel, bei dem das Männchen das Ausbrüten der Eier unterbricht, als das Weibchen sich ankündigt. Draussen wird sich kurz getroffen bzw. verständigt, bevor das Weibchen dann das Ausbrüten übernimmt.

 

Unterirdisch brüten  – es gibt nicht viele Vogelarten, die das tun

Der Eisvogel ist eine der wenigen Vogelarten in diesem Gebiet, die unterirdisch brütet. Er gräbt hierfür einen Tunnel von 30 bis 100 cm Tiefe, welcher etwas schräg nach oben verläuft. Am Ende des Tunnels wird in einer Nistkammer ein Nest gebaut. Andere Vogelarten, die unterirdisch brüten, sind Bienenfresser, Uferschwalbe, Steinschmätzer, und Brandgans.

Das „Webcam-Eisvogelpaar“ hat nach dem Legen des siebten Eis mit dem Brüten begonnen. Vorgestern wurde sowohl vom Weibchen als auch vom Männchen mit einigen Brutphasen begonnen, aber noch nicht durchgehend.

Das Brüten unter der Erde bietet Schutz vor Fressfeinden, wie beispielsweise Raubvögeln, Ratten und Mardern. Ein Nachteil ist jedoch die niedrigere Temperatur des Bodens des Nestes. Dies gleichen die Vögel mit einer isolierenden Lage aus hochgewürgten Beuteresten aus. Regelmässig haben sowohl Männchen als auch Weibchen diese Gewölle hervorgewürgt, sie anschliessend auseinander gezogen und in der Nistkammer verteilt. Um die Eier gut warmhalten und bebrüten zu können, entwickeln die Vögel während der Brutsaison einen Brutfleck. Hierbei fallen am Bauch ein Teil der Federn aus, sodass ein kahler Fleck entsteht. Die Haut an diesem Fleck ist gut durchblutet und sorgt bei direktem Kontakt mit den Eiern für optimale Wärme. Die Bauchfedern rund um Brutfleck und Flügel müssen weiteren (seitwärtigen)Temperaturverlust verhindern.

Das Ausbrüten ist gerade erst begonnen und wir können noch keine genauen Aussagen treffen, aber wir hoffen, dass viele der sieben Eier auch schlüpfen.

 

1, 2, 3, 4, 5

Heute Morgen, um 7:16 Uhr, wurde das fünfte Ei gelegt.

Wie man zwischendurch sehen konnte, ist das Eierlegen einiges an Arbeit – aber mittlerweile befinden sich im Eisvogelnest fünf Eier. Seit dem ersten gelegten Ei wurde somit jeden Tag ein weiteres gelegt, wie es bei Eisvögel üblich ist. Das Durchschnittsgewicht der Eier liegt bei ca. 4,4 g.
Meistens legen Eisvögel um die 6-8 Eier und brüten circa 19 bis 21 Tage. Mit dem 7. April als Starttag sollten die Küken dieses Jahr also zwischen dem 1. und 3. Mai schlüpfen (Die Jungen schlüpfen i.d.R.am selben Tag). Für das Ausfliegen der Jungen sind zumeist ca. 23-28 Tage von Nöten – sie sollten Ende Mai herum das Nest verlassen.

 

Zweites Ei

Heute Morgen, um 7:24 Uhr, ca.24 Stunden nach dem Legen des ersten Eis, das zweite Ei gelegt. Kurz nach dem Legen verliess das Weibchen wieder den Kasten, denn draussen wartete bereits ihr Partner mit einem gefangenen Fisch.

eisvogel ei 2

 

Erstes Ei!

Heute Morgen, gegen 7:20 Uhr, wurde vom Eisvogel-Weibchen das erste Ei gelegt! Da innerhalb eines Geleges jeden Tag ein weiteres Ei gelegt wird (bis 6-8 Eier gelegt wurden; dies ist die Anzahl für Mitteleuropa), können wir schon sehr bald das nächste Ei erwarten. Ob dies dann auch wieder so gut im Bild ist, wie in untenstehendem Video?

 

Balzen was das Zeug hält

Erst konnten wir nur das Männchen beobachten; ab dem 27. Februar fing es regelmässig Fische und verspeiste diese vor laufender Kamera. Eine gute Nahrungsquelle ist ausschlaggebend für die Bewertung einer Brutstelle; es müssen viele Fische zur Verfügung stehen, um Frau, Kinder und natürlich das Männchen selbst zu versorgen. Dies scheint an dem ausgesuchten Platz der Fall zu sein, denn das Männchen ist geblieben.

Ab dem 15. März kam auch das Weibchen immer mal wieder ins Bild. Es wurde gebalzt und auch der Nistkasten wurde unter Augenschein genommen. So bietet das Männchen dem Weibchen auch die gefangenenen Fische an, welches es akzeptiert. So ist unten in dem Video ein Zusammenschnitt zweiter Beuteübergaben zu sehen, welche kurz nacheinander, am 30. März, stattfanden. 

 

Auch das Balzverhalten ist interessant zu beobachten: Mit den Schwanzfedern nach unten gerichtet und dem Schnabel schräg nach oben zum Himmel, wird der Partner mit schnellen Lauten gerufen.

Was den Nistkasten betrifft, so wurde bereits im Inneren "aufgeräumt" - es scheint alles für das Legen der Eier vorbereitet zu sein. Am 25. März zerpickte das Weibchen im Nistkasteninneren einen Gewölleklumpen - dies ist vor allem interessant, weil Eisvögel das Innere des Nestes i.d.R. nicht mit weichem Material auskleiden, sondern verwenden hierfür Fischteile, die sie selbst hochwürgen.

Also verläuft eigentlich alles nach Plan - nun warten wir auf das erste Ei.

 

Im Kasten gesichtet

Nachdem die Eisvögel mithilfe der Aussen-Kamera schon mehrfach beobachtet werden konnten, war es gestern endlich so weit, dass sich eines der Tiere in den Kasten selbst getraut hat.
14:50 Uhr: Das Eisvogelmännchen begab sich in den rechten Tunnelgang des Nistkastens.
15:36 Uhr: Das Männchen war innerhalb des Nistkastenraumes, in dem die Kamera angebracht ist, zu sehen. Der Raum und das darin befindliche Material wurde inspiziert. Das Weibchen liess sich nicht beobachten.

 

Ab Anfang März wird diese Webcam eingeschaltet.

Es wurden zwei Kameras platziert, die in diesem Jahr hoffentlich die brütenden Eisvogel-Eltern und ihre Jungvögel zeigen können. Da es vorher kaum Aktivität der Eisvögel gibt, geht diese Webcam erst später live.

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