Gartenvögel

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Gartenvögel

Die Webcam-Saison 2016 ist nun offiziell beendet. Vielen Dank an diejenigen, die die erste Vivara Webcam-Saison mit uns miterlebt haben. Zusammen haben wir viel mit den von den Kameras beobachteten Vögeln miterleben können - Nestbau, Balz, Eierlegen, Ausbrüten, Jungen grossziehen...

Viele schöne Moment waren dabei; wir hoffen, Sie hatten viel Freude daran! Wir von Vivara hoffen, dass die Zusammenarbeit nächstes Jahr fortgesetzt werden kann, sodass wir Ihnen auch im Frühjahr 2017 wieder tolle Webcam-Übertragungen und Hintergrundinformationen hierzu zur Verfügung stellen können.

Eichhörnchen zu Besuch

Ähnliche Szenen spielen sich in vielen Gärten ab - die Eichhörnchen entdecken, dass es etwas zu holen gibt und testen das Vogelfutter aus. Ebenso das Eichhörnchen, welches sich im Webcam-Garten gezeigt hat - in Ruhe stibitzt es Futter vom offenen Futtertisch, aber von der Futtersäule mit Schutzkäfig muss es resigniert ablassen, denn da gibt es nichts zu holen.

Was für den einen erfreulicher Besuch ist, ist beim anderen eventuell ugnebeten. Wer also nicht möchte, dass die geschickten Besucher den Vögeln das Futter unter dem Schnabel wegfressen, der kann mit Schutzkäfigen o.ä. dafür sorgen, dass Eichhörnchen keinen Zugriff auf der Futter haben. Alle anderne können neben dem Vogelfutter andernfalls auch spezielle Futterautomaten für Eichhörnchen aufstellen, in welchem ganze Nüsse angeboten werden können (Achtung, ganze Nüsse nicht offen füttern!).

 

Tipps für startende Vogelbeobachter

Was benötigt man, um mit der Vogelbeobachtung zu beginnen? Eine ganz genaue Liste gibt es nicht, aber zwei Dinge sind doch essenziell:

1) Ein Fernglas. Man kann hier viel Geld investieren, aber auch für kleineres Geld findet man schon ein Fernglas, welches einen guten Start ermöglicht.  Nur so kann man die Vögel aus der Ferne beobachten, ohne sie in ihren Aktivitäten zu stören.

2) Literatur oder Nachschlagewerk. Ein Vogelführer oder Nachschlagewerk ist praktisch – man kann es bei Ausflügen in die Natur bei sich tragen und bei Bedarf nachschlagen, um welchen Vogel es sich handelt. Auch interessant sind Vogelführer mit saisonalen Karten, die durch das Jahr angeben, wo man welche Vogelart antreffen kann. Daneben findet man zahlreiche Literatur oder Webseiten über heimische Vögel, ihre Eigenschaften etc.  Wenn man seine Beobachtungen in Kontext bringen will, sind diese Informationen unerlässlich.

Das Wichtigste ist jedoch nach draussen zu gehen und sich auf die Suche zu machen. Suchen Sie sich ein Gebiet in der Nähe, wo Sie mehrere Male pro Woche hin können. Ein Stadtpark eignet sich für den Anfang. Indem Sie ein paar Male pro Woche  dort „auf die Pirsch” gehen, lernen Sie schnell die ansässigen Vögel kennen. Notieren sie sich, was sie hören und sehen - so können Sie Ihre eigenen Aufzeichnungen als Nachschlagewerk verwenden. Falls Sie einen Garten oder Balkon haben, können Sie auch dort mit einer systematischen Vogelbeobachtung beginnen.

Wenn Sie können, machen die Gebrauch von erfahrenen Vogelbeobachtern. Gehen Sie mit einem Bekannten zusammen auf Vogelbeobachtungstour oder besuchen Sie eine Vogelexkursion. Hier kann man von erfahreneren Beobachtern viel lernen. Ein paar kleine Tipps am Ende: Gehen Sie bei Zweifeln von der häufiger vorkommenden Vogelart aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei dem beobachteten Bussard um einen normalen Bussard handelt, ist grösser, als die Chance, einen Rotschwanzbussard gesehen zu haben. Bleiben Sie kritisch und verlassen Sie sich nicht nur auf Äusserlichkeiten. Falls Sie können, nutzen Sie Verbreitungskarten als Ausschlusskriterium – manche Vogelarten sind an bestimmten Orten sehr unwahrscheinlich. Und zuletzt: Wenn Sie auf Beobachtungstour gehen, lassen Sie auffällige Kleidung zu Hause und wählen Sie neutrale Farben, die Sie besser tarnen.   

Viel Spass beim Beobachten!

 

Welcher Specht?

Bisher wurde auf dieser Kamera der Buntspecht gesichtet. Aber oft tauchen Fragen auf, ob es sich hier um einen Buntspecht, Mittelspecht oder Kleinpecht handelt.

Jedoch sind die, entgegen des Namens, nicht immer deutlich auf Basis der Grösse zu unterscheiden - so ist der Buntspecht durchschnittlich 23 cm gross (vergleichbar mit dem Star), der Mittelspecht 18 cm gross und das Kleinspecht 15 cm gross (vergleichbar mit Sperlingen). Doch was sind die anderen Unterschiede?

Eine einfache Übersicht der am einfachsten erkennbaren Unterschiede wäre diese hier:

(Quelle der Grafik: Beleef de Lente)

Es handelt sich also um feine Unterschiede in Grösse, Farbgebung und Federzeichnung. Wer tiefer in die Materie eintauchen will, findet unter den folgenden Links weitere Informationen:

Buntspecht

Mittelspecht

Kleinspecht

 

Gesichtete Vogelarten

Bisher wurden 25 verschiedene Arten vor der Kamera gesichtet. Hierbei handelt es sich um:

1. Tannenmeise
2. Haubenmeise
3. Schwanzmeise
4. Kohlmeise
5. Blaumeise
6. Heckenbraunelle
7. Rotkehlchen
8. Hohltaube
9. Ringeltaube
10. Türkentaube
11. Stockente
12. Elster
13. Dohle
14. Eichelhäher
15. Grünling
16. Zeisig
17. Gimpel
18. Bergfink
19. Buchfink
20. Kleiber
21. Buntspecht
22. Star
23. Amsel
24. Sperber
25. Aaskrähe

Wen werden wir sonst noch sehen können?

 

Sperber gesichtet

Nicht nur die kleineren Vögel finden den Weg zu uns in die Gärten, auch der Sperber hat inzwischen entdeckt, dass es dort für ihn etwas zu holen gibt. Anfang der Woche konnten wir in mehrfach im Hintergrund beobachten, aber inzwischen hat er auch am Futtertisch zugeschlagen. Darum folgen heute in paar Informationen zu diesem Vogel. Gemeinsam mit dem Bussard, ist der Sperber einer der meist vorkommenden Greifvögel Deutschlands und der Niederlande. Obwohl der Sperber eigentlich in Wäldern zuhause ist, lässt er sich – als einer der wenigen Greifvögel – mit mehr oder weniger Regelmässigkeit, auch in städtischeren Gebieten und Gärten sehen. Sperber und Habicht sehen sich recht ähnlich, jedoch ist der Habicht etwas grösser als der Sperber und ist weniger oft in Gärten anzutreffen.

Alarmierende Singvögel sind ein Indikator für die Anwesenheit eines Sperbers. Das ist nicht verwunderlich, so stehen vor allem kleine Vögel auf seiner Speisekarte. Am Freitag, den 4. März, erbeutete er zunächst einen Zeisig am Futtertisch und später einen weiteren. Eine Anzahl alarmierter Vögel flugen in ihrer Panik dann auch auf die Glasfenster zu – auch Sperber fliegen ab und an auch mal gegen eine Glasscheibe.

Wir haben auch ein “Fahndungsfoto” des beobachteten Sperbers, welches im Garten, wo sich die Webcam befindet, aufgenommen wurde:

Sperber_Webcam

Handelt es sich hier um das Männchen oder Weibchen? Entgegen der generellen Erwartung ist das Sperberweibchen grösser als das Männchen. Auch in punkto Färbung sind beide gut voneinander zu unterscheiden: Das Männchen weist einen blaugrauen Rücken und eine orange-weisse Vorderseite auf, während das Federkleid des Weibchens etwas mehr bräunlich gefärbt ist. Auch das Jagdverhalten unterscheidet sich. Das Weibchen jagt eher grössere Vogelarten, wie Amseln und Stare, während das Männchen es eher auf Kohlmeisen, Kernbeisser, Buchfinken, Goldammern und – bei uns im Garten – Zeisige abgesehen hat.

Aber: Auch wenn es natürlich schade um die verspeisten Singvögel ist – so können wir es dem Sperber natürlich nicht übel nehmen, dass auch er auf der Suche nach Futter ist. Wie es der Lauf der Natur ist, möchte er, wie wir alle, gut genährt durchs Leben schreiten bzw. fliegen.

Glasklar

Es ist immer mal wieder zu beobachten, dass Vögel gegen unsere Fensterscheiben fliegen.

Warum fliegen Vögel gegen Fenster?

Die Vögel fliegen meist gegen die Fenster, weil diese die Umgebung spiegeln. Sie sehen darin dann freien Himmel oder einen Baum und möchten sich deren Richtung fliegen. Oftmals passieren dann diese Unglücke, wenn die Vögel vor einem Fressfeind (wie Sperber oder Katzen) fliehen und dann in blinder Panik nicht genau aufpassen, wohin sie fliegen. Sie wollen dann einfach durch das Glas „hindurch”, an die andere Seite fliegen.

Was kann man dagegen tun?

Leider gibt es hierfür kein Wundermittel. Man kann beispielsweise die Gefahr verringern, indem man das Fenster mit Vogelstickern oder einem Birdpen markiert, sodass es weniger den Eindruck gibt, ein „freier“ Raum zu sein.

Eine gängige Empfehlung ist, einen Sticker pro Quadratmeter anzubringen. Weisse Sticker helfen, wenn die Spiegelung in den Fenstern dunkel ist, zum Beispiel durch Bäume oder Büsche die sich darin spiegeln. Ist die Spiegelung hell, empfehlen sich schwarze Vogelsticker. Bringen Sie die Sticker immer an der Aussenseite des Fensters an, andernfalls wird die Spiegelung nicht unterbrochen. Der Birdpen oder UV-Birdsticker sind eine gute Alternative, wenn Sie Ihre Fenster „frei“ halten möchten, denn diese Markierungen sind zwar für die Vögel deutlich sichtbar, für Menschen jedoch nicht.

Des Weiteren kann man auch die „Durchfliegroute“ mit einem Baum, Strauch, Sonnenschirm etc. blockieren – so müssen die Vögel automatisch abbremsen oder eine andere Flugroute wählen.

Sollte doch einmal ein Vogel gegen Ihr Fenster fliegen und dies überleben oder nicht direkt weiterfliegen, so setzen Sie ihn vorsichtig an einem sicheren Ort ab und lassen sie ihn eine halbe Stunde in Ruhe, damit er sich erholen kann. Schauen Sie dann nach, ob er weg geflogen ist. Geben Sie ihm kein Futter oder Wasser. Ist der Vogel danach nicht weiter geflogen, sondern noch an demselben Ort, kontaktieren Sie eine Vogelauffangstation oder einen Tierarzt in Ihrer Nähe.

Zu den schwarzen Vogelauklebern ---  Zu den UV-Vogelstickern --- Zum Birdpen

 

Die Zufütterung ist die bekannteste und effektivste Art, Vögel in den Garten oder auf den Balkon zu locken und sie zu unterstützen. Hier ist einiges an Kreativität möglich; mit verschiedenen Futtersorten und –systemen kann man verschiedene Vögel unterstützen. Wichtig für die Futterstelle ist die Lage: Katzen oder andere Fressfeinde sollten sich nicht unbemerkt anschleichen können; die Vögel sollten aber eine Fluchtmöglichkeit in der Nähe haben. Jedoch empfiehlt es sich, den Garten bzw. Balkon nicht nur mit einer Futterstelle auszustatten, sondern auch anderweitig tierfreundlich zu gestalten.

Im Frühling spielt das Fressen, Schlafen, Balzen, Paaren, Brüten und das Aufziehen der Küken eine wichtige Rolle im Leben der Wiesenvögel. Die Webcam ist auf eines der beiden Weidegebiete einer Bauernländerei gerichtet. Hier lassen sich häufig große Gruppen der genannten Wiesenvögel antreffen.

Wasser ist wichtig

Ein Teich im Garten ist für Vögel natürlich ideal – denn sie nutzen Teiche, um zu trinken, ihr Gefieder zu pflegen, Insekten zu fangen oder um Nistmaterial zu finden. aber auch mit kleineren Mitteln kann man dafür sorgen, dass die Vögel genug Trink- und Badewasser vorfinden. Eine Vogeltränke, die regelmässig gesäubert und mit frischem Wasser gefüllt wird, kann schon eine wertvolle Hilfe sein und findet überall Platz.

Nisthilfen als Zusatz zu den natürlichen Nistplätzen

Viele Vögel brüten in Sträuchern, Hecken oder Bäumen – durch intensive Bebauung sind jedoch immer weniger geeignete Niststellen vorhanden. Mit einem Nistkasten können Sie jedoch dafür sorgen, dass die Vögel immer einen Zugangspunkt haben, wo Sie im Winter Schutz und im Frühjahr einen passenden Nistplatz finden. Eine Hilfe zur Auswahl finden Sie unter https://www.vivara.de/nistkasten

Eine tierfreundliche Bepflanzung bietet Futter, Schutz und Nistplatz

Pflanzen Sie am besten möglichst verschiedene Pflanzen, Sträucher und Hecken – bei Letzteren am besten einheimische Sorten, die auch Früchte tragen. So entsteht eine Vielfalt an unterschiedlichen Höhen und Dichten, die Schutz bieten; achten Sie aber auch darauf, dass offene Plätze bestehen. Auch “Unkraut” wie Brennesseln und Disteln sind für Tiere hilfreich.

Nicht alles aufräumen

Ein tierfreundlicher Garten muss nicht chaotisch oder wild aussehen – jedoch sollte er nicht zu sehr aufgeräumt werden. Liegendgebliebenes Laub, Unkraut, Moos oder kleine Zweige können als Schutz oder Material für das Nest dienen; nicht nur für die Vögel, sondern beispielzweise auch für Igel oder Insekten. Sie können zum Beispiel auch nur eine etwas unauffälligere Ecke des Gartens “unordentlich“ lassen.

Helfen Sie auch anderen Gartentieren

Auch Igel, Eichhörnchen und Insekten machen gerne Gebrauch von unseren Gärten, um Nahrung, Zuflucht und Nistplatz zu finden. Eine tierfreundlich Bepflanzung bietet auch diesen Tieren Vorteile; mit Insektenhäusern, speziellen Nistkästen oder –futterstellen können Sie weitere Anlaufpunkte schaffen und Unterstützung bieten.

 

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