Paarungszeit der Igel in vollem Gange

Die Paarungszeit der Igel ist in vollem Gange und mit etwas Glück können wir im Juni junge Igel beobachten. Dadurch, dass sie wenig scheu sind und niedlich aussehen, sind Igel bei uns Menschen sehr beliebte Wildtiere.

Igel sind echte Nachttiere und sind deshalb tagsüber nicht so schnell zu beobachten. Während also tagsüber nichts „los ist“, legen sie nachts bei der Nahrungssuche dafür mehrere Kilometer zurück. Igel sind Allesfresser und fressen sowohl Schnecken als auch Würmer und Früchte. Aber auch Insekten, junge Vögel, Frösche, Mäuse und Saat können auf der Speisekarte landen. Während der nächtlichen Streifzüge verteidigen Igel ihr Territorium, bauen bzw. beziehen Nester und suchen sich während der Paarungszeit einen paarungswilligen Partner.

Zwei bis zehn Junge

Im Moment sind die Igel mit dem Paaren beschäftigt, die Paarungszeit dauert von Mai bis August an. Die Paarung an ich kann mehrere Stunden dauern und nach fünf Wochen werden die Jungen geboren – zwei bis zehn Stück. Die Jungen verbleiben die ersten Wochen im Nest, danach gehen sie zusammen mit der Mutter auf Streifzüge. Wenn die Jungen sechs Wochen alt sind, verlässt die Mutter das Nest und bereitet ein neues Nest für sich selbst vor. Denn: die Igel bereiten sich dann auf den Winterschlaf vor, welche im November und/oder Dezember beginnt. Sie fressen sich so gut wie möglich Reserven an und bereiten einen Unterschlupf vor, welcher mit getrockneten Blättern, Gras und Moos ausgestattet ist.

Winterschlaf

Kurz vor dem Winterschlaf kann ein Igel mit einer Körperlänge von 30cm tatsächlich anderthalb Kilo oder mehr wiegen – so viel Gewicht wird sich angefressen. Zum Vergleich: Das Gewicht schwankt je nach Lab- und Jahreszeit zwischen etwa 350 – 700 g. Der Durchmesser des kugelförmigen Winternestes kann eine Länge von 50cm annehmen. Winterunterschlupfe liegen nicht an der Oberfläche, sondern versteckt in Reisig- oder Komposthaufen, an Schuppen oder anderen geeigneten Orten, die warm und geschützt sind. Darum wird auch angeraten, Komposthaufen und Blätterhaufen ab einem bestimmten Zeitpunkt liegen zu lassen, meistens zwischen November und April. Wird der Igel während des Winterschlafs gestört, beginnt er nämlich, sich ein neues Nest zu suchen oder zu bauen – dies wiederum kostet viel Energie und kann fatal enden, denn im Winter ist geeignete Nahrung schwer zu finden.

Populationsrückgang


Die Igelpopulation in Deutschland ist nicht stabil, generell ist ein Rückgang zu verzeichnen. Genaue Anzahlen sind leider nicht bekannt. Gründe für den Rückgang können vielfältig sein, wie Habitatrückgang und Gefahren im Strassenverkehr, aber auch hier gibt es noch keinen genauen Indikator, der den Rückgang deutlich erklärt. Jedoch ist es möglich, die Igel zu unterstützen, indem man ihnen Unterkunft und Nahrung bietet. Auch ein grösseres Bewusstsein während des Autofahren o.ä. kann helfen, Igelleben zu retten. In Deutschland gibt es unterschiedliche Instanzen, die sich für Igel einsetzen; hierzu gehören Pro Igel, der BUND sowie lokale Igelstationen. Dort vor Ort oder auf den Onlinepräsenzen erhält man auch detaillierte Informationen, was zu tun ist, wenn man einen Igel findet.

Igel richtig füttern

Igel nehmen bereitgestelltes Futter dankbar an. Jedoch sollte man hier beachten, dass Igel keine Essenreste, Süssigkeiten, gewürzte Lebensmittel oder Milch zu sich nehmen sollten. Dass man Milch füttern sollte ist ein viel verbreiteter Irrglaube – die Igel bekommen davon Durchfall, was tödlich enden kann. Stattdessen sind spezielles Igelfutter, Katzen- oder Hundedosenfutter, gekochtes Geflügel, Würmer o.ä. anzuraten. Zu trinken kann Wasser angeboten werden. 


Zu den Vivara Igel-Produkten (Futter & Häuser)

Diese Website benötigt Cookies, um alle Funktionen korrekt ausführen zu können.

Zu den Datenschutzbestimmungen