Webcam-Blog: Wanderfalke

 

Es wird ruhiger 04/07/2017

Die Küken sind offiziell ausgeflogen und es wird bei dieser Kamera weniger Aktivität zu verzeichnen sein - es kann aber sein, dass sich Eltern oder Jungvögel noch das ein oder andere Mal vor der Kamera zeigen. Im Laufe des Julis werden die Kameras abgeschaltet.

 

Männchen wieder da?- 06/06/2017

Am Morgen des 4. Juni konnte man das junge Männchen zwischendurch wieder im Nistkasten sehen. Im Gegensatz der sonstigen Annahmen, bleibt der Nistkasten noch weiter in Gebrauch, wenn die Jungen ausgeflogen sind. Hat der Nachwuchs das Territorium der Eltern verlassen, bleiben die Eltern dort. Sie lassen sich regelmässig im Nistkasten sehen und halten sich diesen frei. Ein Wanderfalkenterritorium ist das ganz Jahr über besetzt.
Nordeuropäische Falken ziehen oftmals in den Süden. Dadurch sieht man beispielsweise in den Niederlanden im Winter mehr Wanderfalken, als im Sommer. Auch Überwinterer halten sich feste Territorien. Sie haben sogar Winterpartner, mit denen sie das Territorium verteidigen und manchmal gemeinsam jagen. Durch Untersuchung der Ringe ist zum Vorschein gekommen, dass der Winterpartner meistens nicht der Partner im Brutgebiet ist. Bei zwei schwedischen Brutvögeln wurde festgestellt, dass Männchen und Weibchen beide in den Niederlanden überwinterten - jedoch viele Kilometer voneinander weg und mit einem andere Partner. Die Winterpartnerschaft gibt den Wanderfalken ein gewisses Maß an Schutz vor Konkurrenten und Fressfeinden. Die Partnerschaften zwischen den Falken verschiedener Populationen haben keine Konsequenzen für die Brutsaison, da die Überwinterer immer in die ursprünglichen Gebiete zurückkehren. Die niederländische Population hat also keinen skandinavischen Ursprung.

 

Dem jungen Männchen geht es gut 29/05/2017

Das frisch ausgeflogene Männchen stieg am 28. Mai um 11 Uhr vom Dach des ABN-AMRO-Gebäudes in Amsterdam auf. Es segelte und flog sehr geschickt ein paar hundert Meter gen Osten/Nordosten. Über der A10 bekam es Gesellschaft vom Vater, womit es eine gewisse Zeit zusammen flog. Später schloss sich auch die Mutter an; dann verlor man die Familie aus den Augen. Um 11:15 Uhr sah man das adulte Weibchen in Richtung Südwesten fliegen; das Männchen hatte ich wieder vor den Nistkasten positioniert, während das junge Männchen hoch oben auf dem Dach sass.

Junges Weibchen in Station 
Von den beidenb jungen Weibchen jedoch keine Spur. Deshalb wurde am 28. Mai bei der Vogelstation nachgefragt – und tatsächlich, eines der beiden jungen Weibchen wurde dorthin gebracht. Es war so in Bäumen und Sträuchern gelandet, dass es dort nicht eigenständig wieder wegkam. Es war für ein paar Tage zur Beobachtung in der Station aufgenommen worden und wird heute wieder freigelassen.

 

Ästlinge in Amsterdam 21/05/2017 

Der Wanderfalken-Nistkasten in Amsterdam scheint leer – wenn man die Beutereste nicht mitzählt. Die Wanderfalken-Jungen sind mittlerweile so gross, dass sie sogenannte Ästlinge sind. Das heisst, sie sind noch nicht komplett flügge und flugfähig, erkunden jedoch schon die unmittelbare Umgebung des Nestes. Dies ist ein normales Phänomen, welches auch bei Eulen und Käuzen zu beobachten ist. Ganz „weg“ sind sie also nicht.

In den kommenden Wochen erwarten wir, dass die Ästlinge den ersten richtigen Flug wagen – vielleicht sogar schon diese Woche. Diese Zeit ist nicht ganz ohne Risiko, denn beim ersten Flug ist es wichtig, dass die Jungen gut landen. Wo kommen sie aus? Können sie vom Landeplatz aus wieder gut losfliegen und empor steigen – oder sitzen sie irgendwo fest, wo sie erst wieder befreit werden müssen? Ausgeflogene Jungfalken werden des Öfteren zur Beobachtung in einer Vogelstation aufgenommen; manchmal sind sie verwundet und müssen versorgt werden. Manchmal geht es auch ganz schief und der erste Flug nimmt einen tödlichen Ausgang, zum Beispiel, wenn der Jungfalke im Wasser oder inmitten des Strassenverkehrs landet oder gar in/ auf einem heissen Schornstein, wenn er verhungert oder einem Fressfeind zum Opfer fällt. Kurz: Jetzt, wo die Jungfalken auf Erkundungstouren gehen, wird es erst recht aufregend.

 

Beringen - 17/05/2017 

Am 15. Mai wurden die drei Küken in Amsterdam beringt. Der Zeitpunkt war etwas später als gewöhnlich; der beste Zeitpunkt ist bei einem Alter von circa drei Wochen. In diesem Alter können die Küken noch nicht viel laufen und verbringen ihre Zeit meist sitzend oder liegend. Man kann sie dann sicher auf dem Nest entnehmen und zurücksetzen. Ebenso sind die Küken in dem Alter noch nicht so stressanfällig und bleiben während des Beringens ruhig. Jünger als drei Wochen sollten sie nicht sein, denn dann kann man die Geschlechter noch nicht mit Sicherheit bestimmen. Dies ist wichtig, da die Weibchen grössere Ringe bekommen als die Männchen, da die adulten Falken signifikante Grössenunterscheide aufweisen. 
Mithilfe von Gewicht, Flügellänge und den Abmessungen der gespreizten Klauen, kann man ab dem 16. Lebenstag das Geschlecht der Küken bestimmen. Hierfür wird eine Wachstumstabelle zu Rate gezogen. Die Klaue ist hier ausschlaggebend, da auch bei Wanderfalken die Füsse als erstes ausgewachsen sind.

Die drei Küken im Amsterdam:

  • Männchen, das älteste Küken, 700 g (BSR)
  • Weibchen, 980 g (AJU)
  • Weibchen, 960 g (AKA)

Letztes Jahr konnte man sehen, dass bei der Geschlechtsbestimmung etwas schief gegangen war: beim ING Standort in Amsterdam gelang es zwei Wanderfalken, welche den Daten nach beides Männchen sein sollten, ein Gelege aufzuziehen! Irgendwas hat hier also nicht gestimmt. In einem Nest in Roermond bestand dieses Jahr auch einiger Zweifel; ein überzeugendes Weibchen, basiert auf Flügellange und Gewicht, mit einem Alter von 20 Tagen, schien laut Klauengrösse doch 100%ig ein Männchen zu sein. Hier gab das Gewicht Aufschluss und machte deutlich, dass es ein kleinfüssiges Weibchen sein musste.Typisch Natur – es ist nicht alles 100% sicher und selbst das ist nicht sicher.

Am 19. Mai werden auch die Küken in De Mortel beringt. Gleichzeitig werden auch Beutereste in und um den Nistplatz aufgeräumt.

 Wachstum in Amsterdam - 01/05/2017 

Die Küken in Amsterdam sind schon so gross, dass sie bald beringt werden. Dies wird bei einem Alter von circa drei Wochen getan. Dann ist auch am Tarsus zu erkenne, ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen handelt. Die Weibchen sind normalerweise grösser und haben auch grössere Füsse als die Männchen – sie bekommen also auch einen grösseren Ring. Richtig stehen und laufen können die Küken noch nicht, dies ist erst ab einem Alter von circa vier Wochen möglich. Ist das erst einmal möglich, wird es abenteuerlich – sie können dann nämlich den Kasten verlassen und „abspringen“. Das dies nicht sehr gesundheitsfreundlich ist, können wir uns alle gut verlassen. Die Eltern behalten das Nest allerdings gut im Auge.
So hoch oben im Nest sollte man meinen, dass die Wanderfalken für Gefahren unantastbar wären – aber das sind sie nicht. In Amsterdam ist dieses Mal ein Küken nicht geschlüpft. Bei einem anderen Kasten in Amsterdam sind die drei Eier verschwunden. Letzte Woche starb an einem wiederum anderen Ort eines der beiden Küken; an wiederum einem anderen Ort eines von vier Küken. Auch später kann noch etwas schief gehen, vor allem, wenn die Kleinen versuchen, das Nest zu verlassen oder die Umgebung zu erkunden. Vielleicht landet eines an einem schwierigen, gefährlichen Ort o.ä. Also, auch wenn es prächtige Greifvögel sind, sind die Wanderfalken nicht 100%ig sicher.

 Das zweite Küken beim Wanderfalken-Paar in MO - 26/04/2017 

Um 17:09 Uhr ist auch das zweite Küken in MO geschlüpft!

 (Screenshot der beiden Küken, eingereicht von Manuela Neumann)

 

Das erste Küken beim Wanderfalken-Paar in MO - 26/04/2017 

Am 25. April um 13:45 Uhr war es so weit: das erste Küken in de Mortel ist geschlüpft!  omstreeks 13:45. 

Für die Eltern bedeutet dies: Jagen, Beschützen, Füttern... Denn sobald der Nachwuchs das Ei verlässt, hat er Hunger und gibt dies auch deutlich zu hören!  Ein gerade geschlüpftes Wanderfalkenküken wiegt 40-50 g und ist noch hilflos. Das Männchen hat nundie Aufgabe, seine Jägerqualitäten zu seigen, denn das kleine Küken von heute muss erst noch zum prächtigen, 700-1000 g schweren Falken werden. Dies wird noch eingie Wochen dauern, in denen es für die Eltern also viel zu tun gibt. 

 

 

Können die Eier in/ auf den Steinen kaputt gehen? - 22/04/2017 

Im Wanderfalken-Nistkasten liegt feiner Kies. Diese Schicht muss eine Dicke von minimal einem Dezimeter haben und nicht zu grob sein – denn wenn er zu grob ist, können die Eier in der Tat Schaden davontragen. Ist die Schicht zu dünn, kann es passieren, dass die Eier direkt auf dem harten Boden zu liegen kommen. Auch dies sorgt für ein gewisses Risiko. Liegt gar kein Kies im Nistkasten, so ist es für brütende Wanderfalken unmöglich, die Eier gut beisammen zu halten. Dies sorgt dann auch für den Verlust des Geleges. Im Jahr 2007 war dies zum Beispiel im niederländischen Haarlem passiert; dort hatten die Wanderfalken keinen Nistkasten und haben die Eier auf nackten Beton gelegt. Das Gelege ging verloren, die zerbrochenen Eier sind schnell verschwunden. Im folgenden Jahr war eine dünne Lage zu groben Kieses in einem guten Nistkasten (vermutlich wurden sie von dem Weibchen aufgefressen).  Sobald besserer Kies im Kasten verteilt wurde, wurde ein zweites Gelege erfolgreich gross gezogen.

Andere Arten Bodenbelag werden nicht verwendet: Holzspäne, Katzenstreu, Papier und Sand sind ungeeignet, da sie zu viel Feuchtigkeit aufnehmen und die ganze Sache zu klebrig machen. Und doch verwenden Wanderfalken auch erfolgreich Nester, die von anderen Vögeln angelegt wurden – oder gar eine Sandkuhle o.ä. Es muss also nicht zwangsläufig immer Kies sein, das den Boden bedeckt. Wanderfalken drehen selbst – insofern möglich – eine Kuhle in den Bodenbelag.

 

Das übriggebliebene Ei - 20/04/2017 

Am 18. April war zu sehen, wie das noch übrige Ei in Amsterdam ein wenig umhergeschoben wurde. Je grösser die Küken werden, desto mehr stellt das Ei ein logistisches Problem dar. Wie kann das Elterntier sowohl die Küken als auch das Ei warm halten und versorgen? Das ei wird dabei im Weg sein – es ist nicht mehr zusammen mit den Küken „bebrütbar“. Vermutlich ist es bereits tot und wird in den kommenden Tagen beiseitegeschoben.

 

Was schief gehen kann - 18/04/2017 

Manchmal kommt es vor, das ein Junges des Vorjahres bei den Eltern bleibt. Dies kann einige Vorteile haben, wie die extra Hilfe, die dem Paar bei der Brutsaison zuteil kommt. Im Jahre 2015 ist dies bei dem Nest bei Hemweg aber schief gegangen. 
Wenn der Jungvogel des vorherigen Jahres die Aufmerksamkeit der Eltern fordert, wird es schwierig. Bei Centrale Hmweg blieb in den Jahren 2014 und 2015 ein junges Wanderfalken-Männchen mit dem Ringcode „LU“ den ganzen Winter über bei den Eltern. Dem Jungen fehlte etwas am Flügel, er konnte jedoch gut fliegen. Die Eltern blieben tolerant und liessen ihn gewähren (normalerweise zieht ein Jungvogel ein bis zwei Monate nach Verlassen des Nester weg und wird nicht mehr im alten Territorium geduldet). Am dem Stammplatz des Wanderfalkenpaars wurde also zu dritt überwintert.

Brudermord
Auch als die Brutsaison 2015 begann, blieb das junge Männchen „LU“ bei den Eltern. Die Eier wurden gelegt und die Küken schlüpften Ende April. Am 22. April 2015, um 9:39 Uhr, kam das junge Männchen „LU“ in den Nistkasten, zog eines der Küken unter der Mutter („VJ“) weg und ist abgezogen.


Nichts mehr gesehen oder gehört
Die zwei übrig gebliebenen Küken sind normal und gut aufgewachsen. Diese beiden Jungen verschwanden relativ schnell nach dem Verlassen des Nester vom Radar. Der Jungvogel „LU“ ist geblieben. Vermutlich hat er sich der Beute, mit der die Eltern die flüggen Küken füttern wollten, angenommen – aber dies weiss man nicht sicher. Van den Jungvögeln 2015 hat man nichts mehr vernommen.
Beginn der Brutsaison 2016 verschwand das adulte Männchen und „LU“ naam den Platz an der Seite von „VJ“ ein, dem Weibchen, welches seit 2013 das Territorium Hemweg hält. Im Jahre 2016 haben sie zwei Jungen zur Welt gebracht, die aus dem Nest ausgeflogen sind und danach noch zwei Monate im Bild blieben.

Drei Küken in Amsterdam - 13/04/2017 

Mittlerweile sind im Nest in Amsterdam bereits drei Küken geschlüpft! Nachdem gestern das erste Küken geschlüpft ist, liessen sich die Geschwister nicht viel Zeit. Ob und wann wohl das vierte Küken schlüpft?

Das erste Küken in Amsterdam - 12/04/2017 

Gegen 12:30 Uhr ist heute im Nest in Amsterdam das erste Küken geschlüpft!

Ei abhanden gekommen & neue Webcams - 11/04/2017 

Ab heute könnenwir zwei weitere Wanderfalken-Webcams präsentieren! Das neu dazu gekommende Nest befindet sich in Amsterdam und das Wanderfalkenpaar versorgt dort zur Zeit vier Eier. Deshalb tragen die neuen Kameras den Anhang AM (Amsterdam) und die vorherigen die Endung MO.

Aufmerksame Beobachter werden gemerkt haben, dass nur noch zwei Eier im Nest der MO-Kameras liegen.
Das dritte Ei ist gestern Abend (gegen 17:35 Uhr) abhanden gekommen, als das Weibchen das Nest verlassen hat. Das Ei hing am Brutfleck des Weibchens fest (zwischen den Federn am Unterleib, siehe Markierung auf dem Screenshot) und wurde so mit nach draussen genommen.

Zimmerservice - 10/04/2017 

Und dann beginnt das Ausbrüten der Eier, wochenlang. Man sollte meinen, dass in dieser Zeit nicht viel passiert – aber ist das auch so?


Zumindest nicht bei den Wanderfalken! Während das Weibchen sich grösstenteils auf das Ausbrüten konzentriert, muss es trotzdem genug Nahrung zu sich nehmen (circa 100g pro Tag). Und sobald es ums Futter geht, muss das Männchen übernehmen. Nach dem Ablösen durch das Männchen (es übernimmt circa ein Drittel der Zeit) fliegt auch das Weibchen aus und kann – falls nötig- auch auf die Jagd gehen. Generell ist das Weibchen bei den Wanderfalken grösser und schwerer und jagt oftmals etwas grössere Beute als das Männchen. Das Jagdgebiet umfasst 40 bis 200 Quadratkilometer – ein nicht zu verachtendes Gebiet. Die Jagd an sich stellt auch ein eindrucksvoller Schauspiel dar: der Wanderfalke schwebt hoch in der Luft oder fliegt in kreisförmigen Bewegungen empor, um ihre Beute mit ihre guten Augen zu erfassen und dann hinunter zu schiessen. Wanderfalken können ihre Beute noch von 3km Abstand aus gut erfassen.  Von Natur aus jagen Wanderfalken häufig Tauben, aber auch Wasser- und Wattvögel stehen mitunter auf der Speisekarte. Eher selten jagt der Wanderfalke Säugetiere, ab und zu wird aber schon einmal ein Kaninchen gepackt.

 

Ausbrüten - 06/04/2017 

Das Weibchen hat am 24. März um 1:38 Uhr das dritte Ei gelegt. Neben dem Eierlegen und Ausbrüten muss es auch täglich in Bewegung bleiben, sodass sich die für das Fliegen nötigen Muskeln nicht zurückbilden.
Sollte das Weibchen nicht zwischendurch fliegen, würde dies das Brutpaar(und das Nest) verletzlich gegenüber Eindringlingen und Fressfeinden machen. Das Ausbrüten wird täglich für einige Stunden vom Männchen übernommen. Die Verteilung ist so, dass circa 2/3 des Ausbrütens vom Weibchen übernommen wird. Auch wenn das Männchen hier scheinbar etwas anderer Meinung ist! 
Der Embryo entwickelt sich erst, wenn das Ei regelmässig ausgebrütet wird. Währenddessen ist es nicht schädlich, wenn die Eier zwischendurch etwas länger alleine gelassen werden. Manchmal ist zu viel Wärme sogar schlechter für die Embryos als Kälte. Wanderfalken beginnen mit dem „richtigen“ Ausbrüten, sobald das vorletzte Ei des Geleges gelegt ist. Dies war das zweite Ei, welches am 21. März gelegt wurde. Der späte Beginn des Ausbrütens sorgt dafür, dass die Küken nicht im allzu grossen Abstand voneinander schlüpfen – obwohl schon ein paar Tage zwischen dem ersten und letzten Küken liegen können. 
Die drei rotbraunen Eier, mit einem Durchschnittsgewicht von 45g, liegen in einer Aushöhlung in dem Kies, der den Boden des Nestes bedeckt. Der Kies sorgt dafür, dass die Eier nicht wegrollen können. Die Küken schlüpfen durchschnittlich 38 Tage nach dem Legen des ersten Eis (19. März), was ein Schlüpfdatum am 26. April prognostizieren würde. Also müssen wir noch circa 21 Tage Geduld haben, bevor wir hoffentlich drei prächtige Wanderfalkenküken zu Gesicht bekommen.

 

Seltsam - 05/04/2017

Manchmal gibt es auch seltsame Neuigkeiten - das Männchen hat ein Kibietzjunges gefangen und versuchte dieses an die Eier zu verfüttern..natürlich ohne Erfolg. Das Video dazu finden Sie unten bei den Highlights.

Der Wanderfalke: Ein Weltbürger - 29/03/2017
Ist der Wanderfalke ein Bürger von Welt? Wir würden sagen „Ja“, denn die 19 Unterarten, welche auf unterschiedliche Kontinente verteilt sind, sind nicht zu verachten!
Betrachtet man die Unterarten des Wanderfalken, so fällt auf, dass auch er sich an die Lebensumstände anpasst, sei es in Farbe, Grösse usw.
In Afrika beispielsweise findet man den falco peregrinus minor. Er ist vor allem in Süfafrika anzutreffen, entlang der atlantischen Küste bis hin zu Marokko. Er zeichnet sich durch eine recht dunkle Federfärbung mit brauner Brust und schwarzen Zeichnungen aus. Mit einem Gewicht von gerade mal 300 Gramm ist das Männchen das absolute Leichtgewicht der Vogelfamilie. 
Der falco peregrinus pealei hingegen ist vor allem im Nordwesten der Vereinigten Staaten, dem nördlichen Gebiet Alaskas bis nach Russland anzutreffen. Ein imposanter Vertreter seiner Familie, mit einem stattlichen Gewicht von 700 bis 1000g beim Männchen oder 1000 bis 1500g beim Weibchen. Im Gegensatz zu seinem afrikanischen Verwandten ist sein Gefieder dunkelgrau und weiss!  

Das dritte Ei ist da - 24/03/2017

Heute Nacht, vermutlich gegen 1:38 Uhr, wurde das dritte Ei gelegt!

Die ersten beiden Eier sind da - 22/03/2017

Mittlerweile hat das Wanderfalken-Weibchen schon zwei Eier gelegt. Aber was heisst das genau?

Das Eierlegen bei den Wanderfalken stoppt meistens erst, wenn das Gelege komplett ist. Ein solches Gelege kann zwischen drei und fünf Eier umfassen. Allerdings kann es auch passieren, dass der Prozess vorher abgebrochen wird, zum Beispiel durch zu viel Stress. Dieser Stress kann zum Beispiel in Störungen durch andere Wanderfalken, die das Territorium streitig machen wollen, begründet sein. Durch den Stress wird das Hormon Kortisol erhöht produziert, welches dafür sorgt, dass die reproduktiven Organe wieder in ihren Ursprungszustand zurückkehren. Dies stoppt dann auch die Ei-Produktion im Körper des Weibchens.


Wie entwickelt sich ein Ei, bevor es den Körper des Weibchens verlässt?
Das Ei hat so einiges „zu tun“, bevor es gelegt werden kann. Im Infundibulum, einem Teil des Legedarms, findet die Befruchtung statt. Im nächsten Teil, Magnum, wird das Eiweiss gebildet. Im Isthmus wird die Schalenhaut gebildet, während im Uterus die Kalkschale gebildet wird. In der Vagina/ Kloake wird letztendlich das Eioberhäutchen gebildet – hier kann das Ei eine Zeit lang verweilen, bevor es gelegt wird. Die meisten Greifvögel legen ihre Eier in einem Interval von 36-72 Stunden.
Sollte der Eisprung plötzlich stoppen – aus z.B. oben genannten Gründen-, so werden die sich entwickelnden Eizellen blutend abgestossen. Dies sorgt für einen Rückgang und Stopp in der Eizellenentwicklung und stoppt die Eierproduktion. Ist bereits ein fertig gewachsenes Ei in der Vagina, verlässt dies den Körper des Weibchens auf normale Weise.

 

Erstes Ei - 20/03/2017

Bisher warbei den Wanderfalken noch nicht viel passiert. Am 16.3. liess sich endlich typisches Balzverhalten zwischen den Partnern erkennen und auch das Nest wurde deutlich inspiziert und schon ein wenig nach Wunsch verändert. Ein gutes Zeichen! 

Am 19.3. wurde dann endlich das erste Ei gelegt. Das Weibchen sitzt zumeist darauf, ab und zu kann man das rostrote Ei jedoch erblicken.

 

Die Live-Webcams werden mit freundlicher Unterstützung des Projektes „Beleef de Lente“ der Vogelbescherming Nederland zur Verfügung gestellt (das Logo der Organisation finden Sie auch in den Übertragungen zurück). Das Projekt wird den Frühling über von Spenden und ehrenamtlicher Arbeit unterhalten. 

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