Webcam-Blog: Wanderfalke

Webcams 2020 - Bis zum nächsten Mal

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Screenshots - 17/06/2020

Hire haben wir noch ein Mal eine Sammlung an Screenshots der letzten Tage. Screenshots eingereicht von Ulrich M.:

Alle vier Küken vereint - 12/06/2020

Gestern, am 11. Juni, kam EXS zurück zum Nistkasten. Mittwoch wurde sie auf dem zweiten ring gesehen und hat sich weiter nach oben gearbeitet. Nach einer Stunde Aufenthalt am Morgen, verliess sie den Kasten wieder. Etwas später saß eines der jungen Weibchen auf dem Gitter und wurde von einem anderen Jungvogel „herausgefordert“. Ein junger Wanderfalke schlief auf der Satellitenschüssel des Turms, auf diese Stelle wurde zwischendurch gezoomt.
Am Mittag konnten die jungen Wanderfalken an diversen Stellen gesichtet werden; EXS beispielsweise verweilte auf dem ersten Ring, EXO auf dem Gitter, EXR auf dem vierten Ring….
Am frühen Abend waren viele Flüge der jungen Wanderfalken zu beobachten – sie fliegen mitunter dann auch schnell durch das Bild. Kurz nach 20 Uhr kam das adulte Wanderfalken-Weibchen zum Nistkasten, um diesen zu inspizieren und ihr Territorium zu checken. Nach einer Viertelstunde verliess es den Kasten wieder, da einer der Jungvögel angestürmt kam.
EXR war als erstes auf dem Gitter und schlief. Danach folgen auch die anderen drei Jungvögel, sodass alle vier zusammen im Nistkasten schliefen – ein Anblick, den wir länger nicht mehr hatten.

Screenshots eingereicht von Petra G.:

Langes Update - 10/06/2020

Die Jungen müssen noch viel lernen – Kraft, Koordination und Schnelligkeit, welche schneller als 300 km/h ist, gehören zu den Eigenschaften, die Wanderfalken benötigen, um effektiv zu jagen und während der Jagd sicher abbremsen zu können. Junge Wanderfalken bekommen etwas 2 Monate Zeit, um dies alles zu lernen.
Die Männchen sind leichter und somit etwas wendiger als die Weibchen. Es ist auch zumeist der Vater, der die ersten Flugstunden übernimmt, er fordert die Jungen mit kurzen Besuchen am Nistkasten dazu auf, Ausflüge zu tätigen. In den ersten Wochen bleiben die jungen Wanderfalken dicht beim Turm, fliegen aber stets ein wenig weiter weg, um dann wieder zurück zu kehren.
Das Erste, was die jungen Falken lernen, ist sich im Flug gegenseitig mit den Klauen zu berühren (Klaue an Klaue). Dazu müssen sie besondere Flughalten einnehmen, zum Beispiel, auf dem Rücken! Sie machen jedoch den Eindruck, bei diesen Übungen Spaß zu haben. Gelingt dieses Berühren, lernen sie, Beute im Flug zu übergeben bzw. zu greifen. An dieser Übung beteiligen sich auch beide Eltern. Gelingt dies, und das Fliegen verbessert sich, begleiten die Jungvögel die Eltern immer mehr. Dann geht es an die richtigen Jagdbeobachtungen und -übungen. Die Wanderfalkenjungen lernen also spielerisch und Schritt für Schritt das Fliegen und Jagen.

Auf Basis der Berichte von VBN, die auch Beobachtungen ausserhalb der Webcam-Ansicht umfassen, hier ein Update der letzten Tage:

Sonntag, 7. Juni

EXO kehrte zum Nistkasten zurück, sie war am Freitag im Zuge des ersten Fluges auf dem ersten Ring des Turms gelandet. Die Landung ist geglückt, jedoch ist es gerade für die etwas schwereren Falkenweibchen anfangs noch schwierig, wieder hoch zu fliegen. EXS hat auch den ersten Ausflug gestartet – wohin genau war leider durch die Freiwilligen vor Ort nicht ersichtlich. Die Wanderfalken-Eltern können dies jedoch nachvollziehen und die Jungen entsprechend versorgen. EXP und EXR konnten bereits übe das Dach fliegen und machten kurze Ausflüge rund um den Turm.

Montag, 8. Juni

Drei der jungen Wanderfalken sind regelmässig am Nistkasten zu sehen. Das Hinauffliegen glückt allen mittlerweile gut, das Landen muss noch etwas geübt werden. Auch das Männchen war zwei Mal beim Nistkasten zu sehen.
EXS wurde noch nicht wieder vor der Kamera gesehen, sie ist jedoch irgendwo auf dem Turm ansässig. (Beobachter meldeten 6 Wanderfalken auf dem Turm. ) Ebenso wurde eine Art spielerische Übung der Falken beobachtet, bei der eines der adulten Tiere eine Beute fallen liess – eines der Jungtiere folgte, konnte die Beute jedoch noch nicht aus der Luft fangen.
Es wurde ebenfalls beobachtet, wie die Jungen vor dem Turm umherflogen. Sie sitzen ab und an auf dem Gitter und sind auf der entsprechenden Kameransicht zu beobachten.
Es lagen noch Beutereste im Nistkasten, an denen sich sowohl eines der Männchen als später auch drei der Jungen gleichzeitig bedient haben.
Die drei sichtbaren Wanderfalken tätigten Flugübungen und flogen kleinere Strecken. EXO landete auf dem Kasten. Drei der Falken übernachteten im Nistkasten, EXS vermutlich auf einem der tiefergelegenen Turmringe.

Dinstag, 9. Juni

Drei Jungen fingen schon früh mit kurzen Ausflügen an. Die Mutter schaute kurz beim Nistkasten nach dem Rechten. Eines der Jungtiere flog den Nistkasten daraufhin an, jedoch brachte die Mutter dieses Mal keine Beute. Die Jungen wirkten hungrig und nagten noch an Restbeute, die im Nistkasten zu finden war.
Wichtig ist: Wanderfalken werden erst aktiv, wenn die Hunger haben. Sie sitzen den ganzen Tag ruhig, putzen sich und schauen umher, wenn sie genug gefressen haben. Die Jungen werden nun durch weniger häufige Fütterungen motiviert, selbst aktiv zu werden. So sollen sie hinter den Elterntieren, wenn diese Beute haben, hinterherfliegen und müssen dann im Flug versuchen, diese „abzugreifen“. Sollte dies nicht gelingen, werden sie natürlich anderweitig versorgt, aber die Übungen müssen natürlich trotzdem stattfinden, damit die Jungtiere eigenständig auf Beutefang gehen können.
Das Männchen brachte ein Beutetier zum Nistkasten – zwei der Jungvögel bedienten sich daran. Ein dritter Jungvogel, eines der Männchen, kam daraufhin ebenfalls angeflogen.
Ein Beobachter sah vor Ort EXS auf dem untersten Turmring verweilen – auch dieses junge Weibchen machte kurze Ausflüge, war aber noch nicht wieder beim Nistkasten. Die Männchen und EXO kommen mittlerweile auch auf das Turmdach.
Mittags war es eher ruhig, während am frühen Abend wieder Ausflüge beobachtet werden konnten. Zwischendurch wird die Kamera auch ein wenig gezoomed oder geschwenkt, damit man das ein oder andere Jungtier besser beobachten kann,
Rund 22 Uhr, zum Sonnenuntergang, kamen erst die beiden Brüder und dann auch EXO zurück zum Kasten, um dort zu übernachten.

Die gesammelten Screenshots der letzten Tage, eingereicht von Ulrich M., Susanne F., Gabriele Z., Gitta, Iris W., Katja B., Sigrid L., Ruth G., Rosemarie M., Friederike Vlk.-Z., Svea & Katja, Petra W., Inge H., Nicole F., Jan M., J. Grega, Petra G. und Katja H.:

 

Erster Schritt nach draussen: der Nistkasten wurde verlassen- 03/06/2020

Alle vier jungen Wanderfalken haben nun den Nistkasten verlassen. Sie verweilen vorläufig auf den unterschiedlichen Turmebenen und lernen noch das Fliegen. Auf den Gittern haben sie genug Platz für Flügelschläge und Sprünge und können so sicher experimentieren und lernen. Sie werden weiterhin von den Eltern versorgt, auch ausserhalb des Nistkastens.

In der ersten Zeit werden die Jungvögel wahrscheinlich noch zwischendurch den Nistkasten aufsuchen. Wanderfalkenjungen bleiben auch gerne zusammen – sie lernen spielenderweise gemeinsam. Sie kommen jedoch nicht unbedingt zum Schlafen zurück in den Kasten, teilweise übernachten sie auf einfach auf den Gittern der Turmebenen.

Beringung: Mehr Infos zu den Küken- 26/05/2020

Die jungen Wanderfalken wurden beringt. Bei diesem Vorgang wurden sie auch gemessen und gewogen, sodass wir jetzt mehr über die Küken wissen. Das Resultat: 50-50! Es handelt sich um zwei Weibchen und zwei Männchen.

Dies sind ihre Daten:

EXO Weibchen 920 g

EXP Männchen 630 g

EXR Männchen 650 g

EXS Weibchen 820 g

Es ist bereits in diesem Alter ersichtlich, dass die Männchen deutlich zierlicher gebaut sind, als die Weibchen.

Allgemein geht es den Küken gut. Sie werden immer aktiver und selbstständiger. So können sie schon auf dem Laufbein/Mittelfußknochen stehen und ein paar Schritte im Kasten zurücklegen. Auch das Fressen wird immer selbstständiger sowie das balancieren und festhalten der Beute. Ebenso nimmt die Frequenz der Fütterungen ab, während die Fütterung an sich länger dauert.

Screenshots eingereicht von Anne-Kathrin H., Claudia K., Sigrid L., Katja M., Anja R.

 

Beringung - 13/05/2020

Am Samstag werden die Küken beringt. Wir hoffen, dass diese Gelegenheit dann auch genutzt wird, um die Kamera wieder zu säubern - die wurde in den letzten Tagen etwas vollgekotet.

Agile Küken - 12/05/2020

Die Küken sind jetzt 20 und 19 Tage alt. Sie passen schon seit einigen Tagen nicht mehr unter das Weibchen und wachsen gut. Durch die hellen Daunen sieht man bereits Fortschritte in der Flügelbildung – in circa zwei Wochen sollten die braunen Federn an den Flügeln „durchgewachsen“ sein. Die jetzt noch vorhandenen Daune sind praktisch, wenn es kalt ist, jedoch war es in den letzten Tagen auch schon mal so warm, dass die Küken im Schatten ein wenig Abkühlung suchten. Und das können sie schon selbst – am Samstag haben sie sich allesamt unter der Kamera „versteckt“, denn in der Ecke darunter ist es recht kühl. Ebenso schauen die Küken nun vermehrt nach draußen – ihre Welt wird langsam größer. Alles wird von 130 m Höhe beobachtet. Auch werden sie im Nistkasten agiler – so wird, wenn die Eltern nicht da sind, nach Essensresten im Nistkasten gesucht oder etwas, womit man spielen kann. Oder man ärgert eines der Geschwister, indem man ihm das Essen aus dem Schnabel zieht, sogar bei der Fütterung.

Es gibt auch bestimmte Tagesrituale. Das Weibchen verbringt die Nacht bei den Küken, ab und zu ist es kurz wach, um die Federn zu putzen. Die Küken selbst sind auch regelmäßig wach, um der Körperpflege nachzugehen. Ein paar Mal wurde auch Gewölle hervorgewürgt. Der Tag beginnt bei Sonnenaufgang mit der Ankunft des Männchens auf dem Gitter, manchmal mit einer Beute im Schlepptau. Bringt es keine Beute mit, wird später durch das Weibchen Beute mit zum Nest gebracht. Abends, nach der letzten Mahlzeit für den Tag, sitzt das Weibchen schon mal noch eine Weile auf dem Gitter, bei Sonnenuntergang. Das Menü der Wanderfalken besteht aus Vögeln – am häufigsten finden sich Tauben, Kiebitze, Amseln und Stare auf der Speisekarte. Die Tauben werden meist vom Weibchen erbeutet.

Neue Screenshots - 08/05/2020

Wir haben wieder die letzten Eindrücke für Euch in einem Video zusammengefasst:

Screenshots eingereicht von: Isabell E., Sabrina T., U.Mu., Petra W., Jana H., Angela M.-U., Andrea A., Ute F., Maren R., Sigrid L., Petra G., Anne-Kathrin H., Renate B., Werner M., Judith S., Andrea F., Susanne F.

 

Neue Eindrücke - 01/05/2020

Heute haben wir eine Zusammenfassung der Eindrücke der letzten Tage für Euch. Die Screenshots aus dem Video sind gesammelt vom 24.4. bis heute ca. 13 Uhr.

Wie man sieht, die Küken machen sich prächtig und werden gut von den Eltern - die sich in ihren Aufgaben abwechseln - versorgt. 

Screenshots eingereicht von: Lennart G., Eva K., Katja M., Irmgard B., Sabine F., Petra W., Iris F., Sybille F., Ron G., Maren R., Hanna L., Susanne F., Vanessa L., Maren M., Sandra E., Sabine R., Maya R. G., N. Ruthe, Sandra W., Britta H., Angela G., Verena S., Gerhard S., Gabriele Z.

Vier Küken geschlüpft - 24/04/2020

Gestern abend ist auch direkt das vierte Küken geschlüpft. Nun ist as Gelege mit vier Küken komplett.

 

Screenshots eingereicht von Ausma E.-E., Annelie W. und Petra W.

Drei Küken geschlüpft - 23/04/2020

Da sind sie schon, Küken 1-3! Am Mittwochabend, innerhalb von drei Stunden, sind die kleinen Wanderfalken nacheinander geschlüpft. 

Gegen 21:10 Uhr war eine halbe Eierschale sichtbar und kurz danach brach auch bereits das zweite Ei. Kurz vor Mitternacht war dann die dritte Eierschale gebrochen. Wie es moit dem vierten Ei aussieht, kann man nicht konkret sagen. Es wird aber weiterhin warm gehalten. Zwischen dem Legen von Ei 3 und Ei 4 lagen dreieinhalb Tage - das vierte Küken hat also noch Zeit zum schlüpfen.

Wir haben natürlich viel Einsendungen erhalten, die wir Euch in einem Video zusammengestellt haben:

Screenshots eingereicht von Lydia W., Corinna M., Katja B., Martina G., Mechthild A., Klaus B., Ursula H., Petra G., Annelie W., Sarah S., Veronika M., Roman H., Simone D., Petra W., Anja, Anja R., Andreas J., Betty H., Suntje H., Veronika M., Michael H., Sigrid L..

 

Loch im Ei! - 22/04/2020

Heute Morgen war das erste Loch im Ei deutlich sichtbar. Die Küken kommen!

Die Küken können bald schlüpfen - 21/04/2020

Zusammenfassung der Ereignisse vom 12. Bis 18. April.


12. April: Das Weibchen ist während der Nacht oft wach, dreht und schüttelt sich, bevor es wieder schläft. Um circa 6:30 Uhr richtet es die Eier neu aus und gibt Geräusche von sich; in der Ferne ist ein fliegender Falke zu sehen. Vielleicht handelte es sich hier um das Männchen, denn eine Stunde später stand das Weibchen auf und begibt sich via des Gitters zum Turmring. Dort fand wahrscheinlich eine Beuteübergabe statt, denn später kommt das Männchen in den Nistkasten und brütet die Eier weiter aus. Gegen 9:45 Uhr kehrt das Weibchen zum Nistkasten zurück, übernimmt jedoch nicht direkt die Brutaufgabe – es muss sich immerhin auch um das eigene Federkleid kümmern. Eine halbe Stunde später wird dann gewechselt. Das Ritual geht weiter: brüten, drehen, schütteln, ein paar Steinchen für die Verdauung fressen, und ab und zu putzen. Um 18 Uhr geht das Weibchen geräuschvoll auf das Gitter, schaut sich um und geht dann wieder zurück zu den Eiern. Das Männchen erscheint zwei Mal kurz auf dem Gitter und fliegt schnell wieder ab. Gegen 21 Uhr scheint das Weibchen „nachtfertig“ zu sein.


13. April: Der Ostermontag scheint ruhig, jedoch organisiert das Männchen die Eier öfters um, als das Weibchen. Ebenso wurde sich beim Brüten 7 Mal abgewechselt, statt nur 3 Mal wie am Vortag. Vielleicht, weil ein fremder Falke in der Gegen war? Um ca. 16 Uhr landet der fremde Falke auf dem Gitter, während das Männchen auf den Eiern sitzt. Nach einem neugierigen Blick in den Kasten zieht der fremde Falke wieder ab.


14.&15. April: Zwei ruhige Tage, mit regelmäßigem „Eier-Neu-Ausrichten“. An beiden Tagen wurde sich 3 Mal beim Ausbrüten abgewechselt.


16. April: Ein Tag mit schönem Wetter. Das Männchen hat an diesem Tag eine lange Brutschicht – ganze 8 Stunden verbringt es auf den Eiern! Erst am Nachmittag ist das Weibchen wieder zu sehen. Gegen 18:45 Uhr übernimmt das Weibchen das Ausbrüten für Abend und Nacht.


17. April: Das Weibchen vertreibt einen fremden Falken, welcher einen Ring trägt. Gegen 10:45 Uhr steht das Weibchen plötzlich von den Eiern auf, geht nach vorne und gibt laute Geräusche von sich. Ein fremder Falke landet daraufhin auf dem Gitter – ein paar aussagekräftige Laute des Weibchens sind genug, um diesen jungen Falken zu vertreiben.


18. April: Die Zeit bis zum Schlüpfen der Küken wird immer kürzer. Die Nistkastenkamera wurde etwas weiter eingezoomt, um ein deutlicheres Bild zu liefern. Am Morgen bringt das Männchen einen kleinen Beutevogel zum Nest, die es im Kasten an das Weibchen übergibt. Ebenso brütet das Männchen ausgiebig die Eier aus, während das Weibchen auf die Jagd geht und später mit einer etwas größeren Beute zurückkehrt.

       

(Screenshots eingereicht von Emanuela G., Claudia D., Petra W., Katja B.)

 

Ausbrüten mit Wachablösungen 26/03/2020

Das Ausbrüten der Eier verläuft bei den Wanderfalken etwas anders, als man es vielleicht von anderen Vogelarten kennt, denn die beiden Partner wechseln sich mit dem Brüten ab. Zum Beispiel bei einer Beuteübergabe.

Hier einige Screenshots der 'Schichtwechsel', eingereicht von Stefan H., Katja M., M.Huber und Claus W.-K.:

      

 

Ei Nr. 4 gelegt 20/03/2020

Gestern vormittag konnte man die drei Eier gut sehen, da die Falken sich auf einen Ausflug begeben haben. Eine Brutpause?

Nein, vielmehr wurde noch nicht intensiv gausgebrütet, da das Gelege mit drei Eiern noch nciht vollständig war - diese Nacht, gegen 0:20 Uhr, folgte nämlich noch ein viertes Ei!

Nachdem das Ei gelegt wurde, wurden die vier Eier vorsichtig in Position gebracht, weshalb leider noch kein ganz deutlicher Screenshot vorhanden ist.  

(Screenshot vom Ausflug eingereicht von Anja B.)

Die vier Eier heute Morgen gut sichtbar, eingereicht von Anna S.:

Das 3. Ei ist da! - 17/03/2020

Wir waren gerade dabei, das letzte Update zu schreiben, da wurde in der Zwischenzeit das dritte Ei gelegt!

Screenshots eingereicht von Annelie W. und Iris F.:

 

Das 2. Ei ist da! - 17/03/2020

Die Situation um das Nest herum war in den letzten Tagen wieder ruhiger. Fremde Falken blieben größtenteils auf Abstand oder ganz weg. Am 16.3. jedoch war noch ein fremder Falken am Nistkasten - nach zehn Minuten bewegte er sich hinter den Nistkasten und tauchte dann auf dem Gitter wieder auf. Das Falkenweibchen war alarmiert, aber es kam nicht zum direkten Konflikt. Das Weibchen jedoch hat in letzter Zeit jedoch deutlich gezeigt, dass es auch den Bussard aus der Nachbarschaft nicht in der Nähe des Nistkastens haben will - vielleicht hat dies dazu geführt, dass es ruhiger wurde.

Das erste Ei wurde letzte Woche am Donnerstag Nachmittag gelegt - schnell, einfach und unerwartet. Beim zweiten Ei schien nicht ganz so einfach zu sein, aber der Eindruck kann auch täuschen. Das Männchen schien bereits nachmittags vor dem Legen des Eis nervös und brachte noch neue Beute zum Nest (die das Weibchen nicht unbedingt wollte). Es dauerte jedoch noch einige Zeit, bis das Ei gelegt wurde: am frühen Morgen des 15. März war es dann so weit!

Screenshots eingereicht von: Anja P., Annelie W., Iris F., Peter F., Juliane W. und Astrid M.:

Das 1. Ei ist da! - 13/03/2020

So schnell hatten wir nicht damit gerechnet, aber nun ist es da, das erste Ei! Am Donnerstag, den 12. März, gegen 17:15 Uhr, wurde es gelegt.

Es folgen bestimmt noch weitere Eier, bis das Gelege vollständig ist. Erwartungsgemäß sollte in 36 bis 72 Stunden nach Legen des ersten Eis das nächste Ei gelegt werden. Bis das Gelege komplett ist, darf das Ei "so" im Nistkasten liegen, ohne direkt ausgebrütet zu werden - Wanderfalken brüten die Eier erst später gemeinsam aus, sodass nicht allzu viel Entwicklungsunterschied zwischen den Küken entsteht (im Gegensatz zu z.B. den Schleiereulen).

An dieser Stelle auch - Danke für Euer aufmerksamen Zuschauen! Da wir von Euch insgesamt circa 70 E-Mails zum Wanderfalken bekommen haben, können wir leider nicht alle Screenshots des ersten Eis verwenden/ veröffentlichen oder alle Namen nennen - bitte seid uns nicht böse. Wir freuen uns jedoch, dass so viele Leute mit uns zusammen die Webcams verfolgen und ihre Beobachtungen mit uns teilen!

 

Screenshots eingereicht von Betty H., Anja P., Norman H. und Annelie W.

Das Wanderfalken-Paar - 11/03/2020

Bei den Wanderfalken ist es noch relativ ruhig - trotzdem kann man beide Partner oft beim Nistkasten sehen. Es läuft also bisher alles gut.

Auf dem obigen Screenshot kann man das Männchen und das Weibchen gut unterscheiden. Durch den Zoom sieht das Männchen größer aus, doch der Schein trügt: bei Wanderfalken sind die Weibchen die größeren und kräftigeren Tiere.

Weitere Eindrücke:

Screenshots eingereicht von Andrea F., Anja und Inge B.


Ausgeflogen - 24/06/2019

Die Wanderfalkenjungen sind nun offiziell 'ausgeflogen' - die meisten Ereignisse spielen sich nun ausserhalb des Kamerabereiches ab. Ab und zu sieht man die jungen Wanderfalken noch auf dem Dach oder dem Turmring, aber das meiste spielt sich in der Luft ab.

Ausflüge - 11/06/2019

Da alle drei Wanderfalkenküken gut fliegen können, ist es nun ein Kommen und Gehen. Hier eine Zusammenfassung der letzten Tage:

7. Juni: Alle drei Küken haben sich auf Ausflüge begeben. Das ‚mittlere‘ Küken, ESP (Ringname), ist zuerst losgeflogen und bereits so stark, dass es schnell ausreichend Höhe gewonnen hatte, um zum Nistkasten zurückzukehren. Der Turm ist insgesamt 127 m hoch, wobei sich der Nistkasten auf der höchsten der vier Ebenen befindet – eine beachtliche Leistung also!

8. Juni: Küken ESP, welches am Vortag ausgeflogen und zurückgekehrt warm blieb beim Nistkasten. Dies schien den Eltern zu gefallen, denn das Küken wurde von ihnen ausreichend gefüttert. Auf dem untersten Ring des Turmes war an diesem Tag eines der Küken zu sehen – das andere muss außerhalb des Sichtfeldes unterwegs gewesen sein. Alle Küken werden, auch, wenn sie nicht beim Nistkasten sind, von den Eltern beobachtet und versorgt.

9. Juni: Alle drei Küken hielten sich auf dem untersten Ring des Turmes auf. Die Kamera wurde zeitweise auf diesen Ring gestellt und gezoomt, sodass die Küken gesichtet werden konnten. Diese Nachverfolgung findet statt, wenn sie technisch möglich ist. Am Ende des Morgens flogen zwei der jungen Wanderfalken über das Feld vor dem Turm und kehrten zum untersten Ring zurück. Am Mittag beobachteten die Jungvögel, wie das Weibchen mit einer Taube zurückkehrte. Sie verließen den Ring und flogen kreisend umher – das Erreichen der richtigen Flughöhe kostet noch einiges an Mühe und Energie, weshalb sie Jungvögel nicht oft bis ganz oben fliegen. Lediglich ESP flog bis zum zweiten ring hoch. An diesem Abend kehrte keiner der Jungvögel zum Nistkasten zurück.

10. Juni: Am Ende des Morgens kehrte das Weibchen ebenfalls wieder mit einer Taube zum Nistkasten zurück. Das Küken ESP flog ihr hinterher und verweilte für den Rest des Tages. Die beiden Schwestern befanden sich weiter unten am Turm, man konnte sie hören, jedoch nicht sehen. ESP bekam abends noch eine weitere Taube als Abendessen. Die Eltern möchten vermutlich, dass sie oben bleibt, bis ihre Schwestern ebenfalls diese Höhe erreichen können. Dies ist einfacher, wenn die richtige Thermik vorzufinden ist – aber dies ist wiederum wetterabhängig und nicht beeinflussbar. Sind die jungen Wanderfalken jedoch oben auf dem Turm, können sie die Thermik besser ‚mitnehmen‘ – je höher, desto besser.
In der Nacht wurde die Kamera wieder auf die unteren Ringe des Turms gerichtet. Auf dem ersten und zweiten Ring konnten die jungen Wanderfalken gesichtet werden; sie saßen auf den Rändern der Ringe, ungefähr unter der Position des Nistkastens.

11. Juni: ESS ist heute Morgen zum Nistkasten zurückgekehrt.

Screenshots eingereicht von Elke K.

Aktuelle Screenshots der Flugübungen - 05/06/2019

Eingereicht von Elke K. und Beatrice C.

Video von Friederike Vlk-Z.

Flugübungen - 05/06/2019

Die jungen Wanderfalken lernen fleissig das Fliegen und erkunden mittlerweile die anderen Bereiche des Kommunukatonsturms. Selbst bei Wind & Wetter werden die Flügel ausgestreckt und getestet.

Das gestrige Unwetter haben die Küken trotzdem gut überstanden.

Screenshots eingereicht von Elke K. und Margit W.

 

Aktuelle Screenshots der Küken - 29/05/2019

 

Eingereicht von Tina L. und Beatrice C.

Gefiederwechsel - 22/05/2019

Der Gefiederwechsel der jungen Wanderfalken ist schon deutlich zu sehen. Die flaumigen, weissen Federn werden nun nach und nach durch das dunklere, braune Federkleid ersetzt.

Screenshots eingereicht von Beatrice C., Birgitt V., Victoria B. und Katharina K.

Beringung - 14/05/2019

Gestern wurden zwischen 19 und 20 Uhr die drei Küken beringt. Sie sind drei Wochen alt, genau das richtige Alter, um sie zu beringen und zu untersuchen. Dies geschah durch einen zertifizierten Experten der Greifvogelarbeitsgruppe Niederlande, in einem Raum im Telekommunikationsturm, direkt hinter dem Nistkasten.

Es handelt sich bei den Küken um drei Weibchen! Hier die Daten:
1. Küken: 845 g, geboren am 22. April 18:28 Uhr
2. Küken: 795 g, geboren am 23. April 05:02 Uhr
3. Küken: 770 g, geboren am 22. April 22:11 Uhr

Das Ziel des Beringens ist es, möglichst viele Daten über das Verhalten und Leben der Wanderfalken zu erhalten, um diese besser schützen zu können. Wo ziehen sie hin? Wie weit entfernen sie sich von ihrem Geburtsort? In welchem Alter beginnen sie sich zu paaren? Was sind ihre Fressgewohnheiten? Wie alt werden sie? Was ist die Überlebensrate? Wie viele von ihnen befinden sich ungefähr in einem Gebiet? Diese Fragen können mit den gesammelten Informationen besser beantwortet werden.

Die Küken werden bei dem Beringen jeweils ihn einer eigenen Stofftasche vom Nistkasten in einen separaten Raum gebracht. Dadurch, dass sie in einer Tasche sitzen und nichts sehen, bleiben sie ruhiger. Sie werden nacheinander in der Tasche gemessen. So kann bestimmt werden, wie alt das jeweilige Küken ist. Ebenso werden sie gewogen. Anhand der Größe und des Gewichtes wird dann auch das Geschlechte bestimmt – bei Wanderfalken sind die Weibchen deutlicher größer und schwerer als die Männchen. An beiden Füßen werden Ringe angebracht; ein Aluminiumring mit dem Code für die Vogelzugstation und ein Ring mit dem individuellen Code für den jeweiligen Vogel. Dann erst wird das Küken aus der Tasche geholt, um die letzten Abmessungen vorzunehmen und sich einen Gesamteindruck über den Zustand zu machen. Alle Daten werden genau notiert.
Zur selben Zeit wird von einem andere Helfer der Nistkasten gereinigt. Beutereste, Gewölle und übrig gebliebene Ringe von Beutetieren werden anschließend untersucht.

Wanderfalken mit beringter Beute, eingereicht von Renate Z.

Wanderfalkenküken am Morgen nach der Beringung, eingereicht von Sigrid S.

Erste Flugübungen - 09/05/2019

Die Küken wachsen und wachsen - und mittlerweile beginnen sie auch damit, ihre Flügel auszubreiten. Richtig Balance haben sie so noch nicht und fallen deshalb meist nach vorne - aber man kann bei diesem Übungen schön sehen, wie sich das Federkleid weiterentwickelt hat.

Auch auf diesem Screenshot, eingereicht von Kathi, kann man das sich verändernde Federkleid gut sehen:

Neue Screenshots - 06/05/2019

Es wird fleissig weitergefüttert - und ab und an wagen die Küken einen Blick aus dem Nistkasten heraus?

 

Eingereicht von Sonja H., Tanja W., Victoria B. und Elke K.

Genug Nahrung ist auf jeden Fall vorhanden - 02/05/2019

Bei den Wanderfalken verläuft es relativ ruhig - die Eltern wechseln sich mit den Versorgungspflichten ab und auch die Küken wachsen gut. Ab und an lassen sich Beuteübergaben und Fütterungen beobachten, so wie auf den eingereichten Screenshots von Tobias K., Maren M., Claudia K. und Tanja W.:

Wir hoffen, dass es so ruhig und für die Wanderfalken stressfrei bleibt!

Die Küken machen sich gut - 30/04/2019

Die Wanderfalkenküken wachsen prächtig und werden gut von den Eltern versorgt. Sie sind auch schon recht agil - so mussten sie bereits von der Nistkastenkante zurückgezogen werden, da sie zu weit nach vorne gekrochen sind. Und auch bei den Fütterungen wird aufgepasst - so wurde vom Männchen verhindert, dass die Küken einen für sie zu grossen Vogelfuss verschlucken. Dies ist hier im Video zu sehen:

Drittes Küken geschlüpft - 24/04/2019

Gestern, am späten Abend, war es so weit: das dritte Küken ist geschlüpft. Somit ist die Wanderfalken-Familie nun komplett.

Screenshots eingereicht von Beatrice C., Sabine J. und Betty H.

Zwei Küken geschlüpft - 23/04/2019

Am Osterwochenende war es endlich so weit! Am 22. April sah man um 18:28 Uhr, wie das Wanderfalken-Weibchen die Eierschale wegnahm und daran knabberte - das erste Küken war geschlüpft. Circa 45 Minuten später war das Küken dann 'richtig' sichtbar.

Am 23. April schlüpfte Küken 2 um 5:02 Uhr. Die Küken sehen gesund und munter aus. Die ersten Fütterungen fanden auch schon statt.

Da wir zu viele Screenshots erhalten haben, um diese einzeln einzufügen, haben wir sie wieder in einer Slideshow zusammengefasst:

Screenshots eingereicht von Betty H., Katharina G., Bettina P., Detlef M., Renate Z., Britta v. E., Ramona B., Beatrice C., Sabine J. und Elke K.

AllerlEi - 08/04/2019

Das Ei ist einerseits ein sicheres Zuhause für das Küken, jedoch andererseits eine Art Gefängnis. Das hat seine Nachteile - doch hierfür hat die Evolution Lösungen parat.
Die Schale eines Vogeleis ist hart, härter als bei den meisten Reptilienarten - die Tiergruppe, von der Vögel abstammen. Die Schale ist ein Panzer, um das Innere gegen Schaden zu schützen.

Die Steife des 'Panzers' hat jedoch auch einen Nachteil - anders, als bei Reptilien, lässt die Eierschale kaum Wasser durch. Darum hat die Evolution dafür gesorgt, dass das Innere des Eis Wasser befasst. Dieses befindet sich im Eiweiß, welches größtenteils aus Wasser besteht. Das Eiweiß fungiert auch als eine Art 'Wasserbett', das den Embryo gegen Schütteln und Stoßen des Eis schützt. Aus dem Eiweiß nimmt der Embryo Wasser auf. Aus dem Eigelb nimmt er - wenn auch verwirrend - Eiweiß auf. Eiweiße - oder Proteine - sind Moleküle, womit vor allem 'Baumaterial', Enzyme und Abwehrstoffe gebildet werden. Sauerstoff und Kohlenstoff wechselt der Embryo via der Poren in der Eierschale mit der Umgebung aus. Um all diese Prozesse korrekt verlaufen zu lassen, sorgen die Vogeleltern dafür, dass das Ei nicht zu stark abkühlt und auch nicht zu warm wird.

Auch, wenn der Embyro sich in dem Ei von der Außenwelt abgeschirmt entwickeln kann, besteht doch ein Problem. Zu gegebenem Moment müssen die Abfallstoffe ausgestoßen werden. Abfallstoffe aus Eiweißen befassen Stickstoffverbindungen. Bei den meisten Tieren nehmen diese die Form von Ammoniak an - häuft sich dieser Ammoniak jedoch an, entstehen giftige Gase. Würde der Embryo innerhalb der Eierschale Ammoniak ausstoßen, würde er schnell daran sterben. Ammoniak ist also kein geeigneter Abfallstoff für Vögel. Harnstoff, die Stickstoffverbindung, die wir über den Urin ausscheiden, ist ebenso wenig geeignet. Ein Embryo würde darin ertrinken. Auch für dieses Problem hat die Evolution eine Lösung 'bedacht': Urinsäure. Urinsäure besteht aus kleinen Kristallen, die in einem speziellen Teil des Eis gelagert werden. Dieses Abfallprodukt ist nicht giftig und kann ohne viel Wasserverbrauch abgeführt werden.

Und auch dort hört es nicht auf - immerhin muss das Küken es zu gegebener Zeit aus dem Ei herausschaffen. Aber so weit ist es aktuell jedoch noch nicht.

 

Besucher - 25/03/2019

Am 21. und 22. März wurden an De Mortel zwei fremde Falken gesichtet. Bei dem einen schien es sich um ein Weibchen gehandelt zu haben, denn 'unser' Weibchen hat extra den Nistkasten verlassen, um den unerwünschten Besuch zu verscheuchen (das Männchen hat in der Zeit die Eier bewacht). Der unbekannte Besuch am 22. März wurde ebenfalls vom schnell Weibchen verscheucht - scheinbar handelte es sich hier um einen jungen Falken, der ggf. auf der suche nach einem eigenen Nest/ Territorium war.

Das dritte Ei ist da! - 19/03/2019

Heute wurde gegen 14:30 Uhr das dritte Ei gelegt.

Weitere Screenshots vom 16.-18.März - 18/03/2019

Aus Platzgründen haben wir diese Screenshtos in eine Slideshow gesetzt.

Screenshots eingereicht von:

Manuela N., Anne K., Annerose P., Renate Z., Anna Katharina H., Lea A., Monika B.S., Mariola S., B.B.H., Anna S., Corinna S., Bettina P., Katja H., Nadine S., Sigrid S., Tina S.

Das zweite Ei ist da! - 18/03/2019

Am 17.März, mitten in der Nacht (gegen 4:50 Uhr), wurde bei den Wanderfalken das zweite Ei gelegt.

Wir haben zahlreiche E-Mails mit Screenshots erhalten, die wir leider nicht alle einzeln an dieser Stelle einfügen können.

Hier jedoch bereits zwei vorab:

Eingereicht von Elisabeth S. und Friederike Vlk-Z.

Weitere Screenshots & Video vom Wanderfalken-Ei - 15/03/2019

Eingereicht von Horst R. und Tina M.:

 

Video, eingreicht von Tammy:

Das erste Ei ist da! - 14/03/2019

Gegen 15:30 Uhr war es so weit, das erste Ei wurde gelegt.

Sceenshot des Eis:

Screenshots des Eierlegens, eingereicht von Elke K.:

 

Warum sind bei den Wanderfalken die Männchen so signifikant kleiner als die Weibchen? - 11/03/2019

Bei den meisten Vogelarten sind die Männchen grösser und kräftiger als die Weibchen. Aber der Unterschied ist selten sehr groß. Bei den Wanderfalken ist es jedoch andersrum: Das Weibchen ist grösser als das Männchen – und der Unterscheid ist sehr deutlich sichtbar.

Dieser Unterschied hat vor allem mit der Beweglichkeit der Beute zu tun. Man kann diesen Zusammenhang erkennen, wenn man verschiedene Greifvogelarten und ihre Diät betrachtet. Aas ist - logischerweise - die am wenigstens bewegliche Beute. Geier, die sich vor allem von Aas ernähren, zeigen kaum Abweichungen in der Größe von Männchen und Weibchen. Sollte es bei den Geiern Unterscheide geben, so ist das Männchen etwas grösser. Greifvögel, die Schnecken fressen (nicht schnelle, aber immerhin bewegliche Beute), weisen Weibchen auf, die etwas grösser als die Männchen sind. Bei den Insektenjägern sind die Weibchen wiederum etwas grösser als die Männchen. Dieser Unterschied wächst weiter, je beweglicher die Beute wird – Amphibien, Säugetiere, Fische, Vögel. Diejenigen, die Vögel erbeuten, weisen den größten Unterscheid auf und sind an für sich die beweglichsten Greifvögel.

Da die Männchen die Beute für das Weibchen und die Jungvögel herantragen, ist die Wendigkeit und kleine Größe ausschlaggebend, denn so können sie auch kleinere, schnelle Beute, welche oft zahlreicher vertreten ist, fangen. Ebenso verbrauchen die Männchen dank weniger Energie. Kurzum: Sie können effizienter jagen und sorgen so führ mehr Nahrung und besseren Bruterfolg. Bei den Weibchen wiederum ist es wichtig, dass sie größer bzw. kräftiger sind, denn bei Konkurrenz um ein Nest oder Männchen, haben die größeren Weibchen bessere Erfolgschancen. Die natürliche Selektion sorgt also dafür, dass der Unterschied deutlich erkennbar bleibt.

Wanderfalke gut sichtbar auf dem Dach - 11/03/2019

Eingereicht von Tanja K.

Update - 04/03/2019

Ein Star hat im Wanderfalken-Nistkasten übernachtet - eine gefährliche Angelegenheit, denn er hätte für die Wanderfalke regelrecht zum 'Fast Food' werden können, wären sie zu diesem Zeitpuntk zurückgekehrt.

Des Weiteren konnte beobachtet werden, wie sich das Wanderfalkenpaar weiter angenähert hat. So waren beide Partner gemeinsam im Nistkasten zu sehen und auch die ein oder andere Paarung beobachtet. An dieser Stelle ein Dank an alle, die eifrig Screenshots eingeschickt haben. Wir können leider nicht immer alle verwenden (da es Dopplungen gibt oder es für ein Update zu viele sind), schauen sie uns aber alle in jedem Fall durch, um die Screenshots für die Beiträge auszuwählen.

Screenshots eingereicht von Angelika G., Annerose P., Gerhard S., Tatiana W., Julia B., Normann H.,Ellen W.

Screenshots der Wanderfalken - 27/02/2019

Bei den Wanderfalken geht es zur Zeit ruhig zu - was aber auch gut ist, denn das heisst keine Terrirotialkonflikte mit anderne Falken in der Nähe.

Hier einige weitere Screenshots der Wanderfalken, welche mithilfe der verschiedenen Kameraperspektiven aufgenommen wurden, eingereicht von Sarah S., Beate H. und Marisa B.:

Weitere Screenshots - 21/02/2019

Einige weitere Screenshots der Wanderfalken, sowie von einer Paarung am Nachmittag des 20. Februars! (Eingereicht von Claudia T. und Daniela H.)

Ein Vergleich - 20/02/2019

Viele wissen es vielleicht noch nicht, aber bei den Wanderfalken ist das Weibchen der grössere und schwerere Vogel. Hier, bei der Beuteübergabe, kann man es gut sehen:

Hier auch noch eine schöne Aufnahme des Männchens auf dem Gitter vor dem Nistkasten:

Erste Paarung und Beuteübergabe beobachtet - 18/02/2019

Auch bei dieser Webcam tut sich schon was - am 17. Februar konnte bereits die erste Paarung (siehe Schatten auf Screenshot 1) sowie eine Beuteübergabe zwischen den Partnern (Screenshot 2) beobachtet werden. Es sieht also vielversprechend aus!

 

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